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Reisen in der deutschen Literatur: Realität und Phantasie

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Edited By Berta Raposo and Christian Prado-Wohlwend

Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit dem Themenkomplex Reise in all seiner Bandbreite, von der imaginierten Reise in phantastische oder reale Länder bis hin zur Niederschrift oder Chronik von Reiseimpressionen. Die Sichtweise des Mittelalters findet genauso Interesse wie die ästhetischen Haltungen des angehenden 21. Jahrhunderts. Die Bildungsreise, der Massentourismus, die imaginäre Reise, die Reiseutopie u. a. kommen in Texten der deutschen Literatur aus mehreren Jahrhunderten zum Ausdruck. Sie ermöglichen es dem Leser und der Leserin, spannende Einblicke in die Literatur des Reisens zu erwerben.
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Hans Dominiks Zukunftsroman Die Spur des Dschingis-Khan. Reisen und Siedlung in Zentralasien mit einer Klimautopie im Hintergrund (Jesús Pérez-García)

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Hans Dominiks Zukunftsroman Die Spur des Dschingis-Khan. Reisen und Siedlung in Zentralasien mit einer Klimautopie im Hintergrund

Jesús Pérez-García

Universidad de Valladolid

Abstract: Dominik’s sci-fi novels envisioned social and prejudiced utopias, as well as scientifically solid speculation. The analyzed novel contains detailed geographical information on Central Asia and proposes a futuristic settlement of barren lands. It revisits the Russian itinerary of Alexander von Humboldt from a climate perspective.

Keywords: climate change, sci-fi, Central Asia, Great Game, China, migration, Alexander von Humboldt

Aufschwung des deutschen Zukunftsromans. Von der Kaiserzeit bis 1945

Die Unterhaltungsliteratur entwickelte sich in Europa seit dem achtzehnten Jahrhundert parallel zu der Reiseliteratur. Beide Textformen beinhalteten lange und detailreiche Schilderungen kühner moderner Helden, die sich einer bunten und halb imaginierten Welt aussetzten. Im Zuge eines europäischen Imperialismus steigerte sich das Interesse vonseiten der zurückgebliebenen, bodenständigen und wenig bereisten Leute nach Auskunft über die Fremden und das Fremde, über jene ferne Welt voll von Exoten, die Missionare, Soldaten und Beamte erschlossen, zivilisierten und annektierten. In diesem Kontext erweiterte sich das Inventar der Trivialgattungen seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem relativ neuen Erzähltypus, der dem Geist des Positivismus und des Fortschrittsglaubens gerecht zu werden versuchte: der Zukunftsroman – ein Genre, das, wenn auch seit der Antike1 vorhanden, in der Gunst der bürgerlichen Leser schnell avancierte. Weltbekannt ist der französische Autor Jules Verne (1828–1905), der 1864 Reiseliteratur und wissenschaftlichen...

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