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Reisen in der deutschen Literatur: Realität und Phantasie

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Edited By Berta Raposo and Christian Prado-Wohlwend

Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit dem Themenkomplex Reise in all seiner Bandbreite, von der imaginierten Reise in phantastische oder reale Länder bis hin zur Niederschrift oder Chronik von Reiseimpressionen. Die Sichtweise des Mittelalters findet genauso Interesse wie die ästhetischen Haltungen des angehenden 21. Jahrhunderts. Die Bildungsreise, der Massentourismus, die imaginäre Reise, die Reiseutopie u. a. kommen in Texten der deutschen Literatur aus mehreren Jahrhunderten zum Ausdruck. Sie ermöglichen es dem Leser und der Leserin, spannende Einblicke in die Literatur des Reisens zu erwerben.
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Die Reise nach Spanien von Gunnar Gunnarsson und ihre literarische Bearbeitung für die deutsche Leserschaft durch Helmut de Boor (Macià Riutort Riutort)

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Die Reise nach Spanien von Gunnar Gunnarsson und ihre literarische Bearbeitung für die deutsche Leserschaft durch Helmut de Boor

Macià Riutort Riutort

Universitat Rovira i Virgili

Abstract: Gunnar Gunnarsson (1889–1975) was an Icelandic writer who wrote in Danish. In 1928 he travelled to the Iberian Peninsula, the Azores, the Canary Islands and the Balearic Islands. In 1938 he recorded his travel impressions in a book entitled Islands in the Great Ocean, which was translated into German by the well-known philologist Helmut de Boor. This paper defends the thesis that the book was written for the participants in the Bremerhaven-Genoa cruises of the Kraft durch Freude organization.

Keywords: Gunnar Gunnarsson, Helmut de Boor, Ellen de Boor, Kraft durch Freude, travel literature

Einige Vorstellungsworte zu Gunnar1 Gunnarsson2

Gunnar Gunnarsson ist einer der größten isländisch-dänischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, der dennoch praktisch in Vergessenheit geraten ist, wenn auch nicht aus literarischen Gründen,3 sondern aufgrund der Ablehnung seiner Figur, die seine Haltung zum nationalsozialistischen Regime in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hervorrief. Diese meiner Meinung nach im Politischen verankerte Verfemung ist sehr wahrscheinlich auch für die Tatsache verantwortlich, dass er nach dem Krieg nicht den Nobelpreis für Literatur erhielt.4 Der Höhepunkt seines Ruhms liegt also in den 1920er bis 1940er Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Es ist jedoch ←173 | 174→m. E. vorauszusehen, dass die Qualität seiner literarischen Produktion...

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