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Reisen in der deutschen Literatur: Realität und Phantasie

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Edited By Berta Raposo and Christian Prado-Wohlwend

Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit dem Themenkomplex Reise in all seiner Bandbreite, von der imaginierten Reise in phantastische oder reale Länder bis hin zur Niederschrift oder Chronik von Reiseimpressionen. Die Sichtweise des Mittelalters findet genauso Interesse wie die ästhetischen Haltungen des angehenden 21. Jahrhunderts. Die Bildungsreise, der Massentourismus, die imaginäre Reise, die Reiseutopie u. a. kommen in Texten der deutschen Literatur aus mehreren Jahrhunderten zum Ausdruck. Sie ermöglichen es dem Leser und der Leserin, spannende Einblicke in die Literatur des Reisens zu erwerben.
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„Nichts Menschengemachtes – nichts, was man interpretieren muss.“ Lanzarote als Handlungsschauplatz in den Romanen Nullzeit und Neujahr von Juli Zeh (Francisca Roca Arañó)

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„Nichts Menschengemachtes – nichts, was man interpretieren muss.“ Lanzarote als Handlungsschauplatz in den Romanen Nullzeit und Neujahr von Juli Zeh

Francisca Roca Arañó

Universitat de les Illes Balears

Abstract: Novel writer Juli Zeh, born in Bonn in 1974, critically analyses contemporary society and dissects the psychology and train of thought often associated to our epoch. The author evaluates the German trend to travel in search of adventure, although usually in a relatively safe setting. In the texts Nullzeit (2012) and Neujahr (2018), Zeh chooses the Canary Island Lanzarote as the scene where events and experiences of protagonists take place. The strange barren landscape of the island offers itself as a background for adventurous experiences, which shift from the outer to the inner landscapes. The search for adventure in the unknown and what can be behind it are the subjects of study in these two novels.

Keywords: Journey, adventure, flee, introspection, landscape

Nullzeit

Juli Zehs (Bonn 1974) Roman Nullzeit ist im August 2012 erschienen. Sven, der Ich-Erzähler, ein gescheiteter Jurist, hat Deutschland den Rücken gekehrt. Er wandert mit seiner Freundin aus und eröffnet auf der Kanareninsel Lanzarote eine Tauchschule. Seitdem Sven seine Heimat verlassen hat, ist sein Prinzip, sich aus allem rauszuhalten. Deutschland ist für ihn eine „Urteilshölle“1 wo die Menschen ständig das Leben der anderen ausspionieren. Zur Veranschaulichung seiner These verwendet der Erzähler eine Sprache, die sich einer Kriegsterminologie bedient: „Mit...

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