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Hebammen, Ärzte und ihr ‚Rosengarten‘

Ein medizinisches Handbuch und die Umbrüche in der Obstetrik des 15. und 16. Jahrhunderts

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Theresa Hitthaler-Frank

Mit dem Aufkommen der ersten deutschsprachigen Hebammenordnungen ab der Mitte des 15. Jahrhunderts kam es zu Kompetenzverschiebungen innerhalb der Geburtshilfe und zur Kontrolle von Hebammen durch Stadträte und Ärzte. Gleichzeitig erschienen die ersten gedruckten deutschsprachigen Hebammenlehrbücher, die von männlichen Autoren explizit an Frauen und Geburtshelferinnen adressiert wurden. ‚Der Swangern Frauwen vnd hebam(m)en Rosegarten‘ (1513) von Eucharius Rösslin beantwortet Fragen zur Praxistauglichkeit der Lehrbücher und zeigt die Rolle männlicher Mediziner und Praktiker innerhalb der Geburtshilfe auf. Diese Forschungsarbeit beleuchtet neben dem Hebammenwesen am Beginn seiner Professionalisierung auch den Buchdruck und seine Rolle bei der Verbreitung obstetrischen Wissens.

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4.1 Eine Analyse erhaltener Exemplare

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Die Recherche nach erhaltenen Exemplaren des ‚Rosengartens‘ stellt einen Schwerpunkt dieser Forschungsarbeit dar; ihre Ergebnisse ermöglichen neue Ansätze zur Beantwortung von Fragen zur Praxistauglichkeit und der Verwendung von Hebammenlehrbüchern im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit. Außerdem bieten die Resultate der Forschung eine aktuelle Bestandsübersicht zu den verbliebenen Ausgaben des ‚Rosengartens‘; begünstigt hat dies auch die Verwendung des Digitalisierungsprojekts VD 16. Die Suche nach überdauerten Bänden schränkte sich auf den deutschsprachigen Raum sowie auf die deutschsprachigen Ausgaben des Werks ein. Dazu wurden sämtliche Online-Kataloge der großen Universitäts-, Landes- und Staatsbibliotheken durchsucht. Nicht berücksichtigt wurden kleinere Bücherbestände ohne Online-Kataloge, private und kirchliche Bibliotheken. Ebenfalls nicht in die Recherche eingeflossen sind Faksimileausgaben des ‚Rosengartens‘; zufällige deutschsprachige Funde aus französischen und britischen Bibliotheken wurden allerdings in die nachstehende Tabelle mitaufgenommen. Letztere kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, aber sie bietet eine Grundlage für ein mögliches, größeres Forschungsprojekt zum Thema. Insgesamt wurden 46 Bände in 23 verschiedenen Bibliotheken gefunden; ca. 35% der Bücher sind als Digitalisate zugänglich, der Rest der Werke lagert in den Sondersammlungen der einzelnen Bibliotheken.

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An dieser Stelle möchte ich allen MitarbeiterInnen untenstehender Universitäten und Bibliotheken einen herzlichen Dank aussprechen, die bei der Suche und Bearbeitung der einzelnen Werke vielfach eine große Hilfe waren. Aufgrund erster kurzer Beschreibungen einzelner nicht digitalisierter Bände durch Archiv- und...

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