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Kleine Texte

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Edited By Steffen Pappert and Kersten Sven Roth

Kleine Texte sind meist multimodale Erscheinungsformen, die in vielerlei Hinsicht unsere Alltagserwartungen an das, was Texte sind und sein können, in Frage stellen. In unserem kommunikativen Alltag sind wir umzingelt von zahllosen Kommunikaten, denen wir uns kaum entziehen können. Trotz dieser Allgegenwart sind linguistische Untersuchungen zum Thema «Kleine Texte» immer noch rar gesät. Diese Kluft zwischen alltäglicher Relevanz und textlinguistischem (Des-)Interesse soll der vorliegende Band verringern. Die im Band versammelten Beiträge zeigen zum einen verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf den Gegenstand Kleine Texte und seine begriffliche Eingrenzung. Das Spektrum der Beiträge reicht dabei zum anderen von theoretisch-begrifflichen über empirische bis hin zu dezidiert angewandten Arbeiten.

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Kleine Texte aus textlinguistischer und Rezipient*Innenperspektive

Katharina Staubach

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Abstract: This paper deals with t-shirt prints on youth clothing as one specific example of so called ‘small texts’. The subject is examined from several perspectives in order to focus on different research questions: First, the prints are analyzed from a text-linguistic point of view, drawing special attention to their status as ‘small texts’. On this basis, the text-linguistic analysis is compared with recipient data from group discussions and interviews in order to identify semantic overlaps of the analyses and the recipients’ points of view. Additionally, it shall be shown how recipient data can open up new research perspectives beyond text-linguistic analyses.

Keywords: recipient datat-shirt printsmethod triangulation

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit einem Beispiel für sog. ‚kleine Texte‘, nämlich mit T-Shirt-Aufdrucken auf der Kleidung von Jugendlichen. Derartige Aufdrucke wurden bereits an anderer Stelle als „Identitätsangebote“ (Staubach 2017: 33) bezeichnet, die von den T-Shirt-Trägerinnen und -trägern zur Inszenierung eines bestimmten Stils genutzt werden können. Eine textlinguistische Analyse kann zeigen, worin diese Identitätsangebote bestehen und wie sie sprachlich erzeugt werden. Ob diese Deutungen, die durch die Analyse gewonnen wurden, dem tatsächlichen Empfinden der Jugendlichen entsprechen, kann jedoch nicht allein aus textlinguistischer Perspektive ermittelt werden, sondern muss auch durch den Einbezug von RezipientInnendaten der T-Shirt-TrägerInnen selbst (bspw. in Form von Befragungen o.Ä.) in den Blick genommen werden.

Es ist daher nötig, eine Triangulation von textlinguistischen Analysen und Rezipient*innendaten vorzunehmen, die in der linguistischen Forschung...

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