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Kleine Texte

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Edited By Steffen Pappert and Kersten Sven Roth

Kleine Texte sind meist multimodale Erscheinungsformen, die in vielerlei Hinsicht unsere Alltagserwartungen an das, was Texte sind und sein können, in Frage stellen. In unserem kommunikativen Alltag sind wir umzingelt von zahllosen Kommunikaten, denen wir uns kaum entziehen können. Trotz dieser Allgegenwart sind linguistische Untersuchungen zum Thema «Kleine Texte» immer noch rar gesät. Diese Kluft zwischen alltäglicher Relevanz und textlinguistischem (Des-)Interesse soll der vorliegende Band verringern. Die im Band versammelten Beiträge zeigen zum einen verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf den Gegenstand Kleine Texte und seine begriffliche Eingrenzung. Das Spektrum der Beiträge reicht dabei zum anderen von theoretisch-begrifflichen über empirische bis hin zu dezidiert angewandten Arbeiten.

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Wissenschaft in 30 Sekunden? Kurze wissenschaftliche Texte an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Nina Janich

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Abstract: The article presents a group of texts that has not yet been dealt with in research: the rapid reactions of Science Media Germany (Cologne). These texts are statements by scientists who, upon request, take a stand on current and science-related topics. The texts are intended to be used by journalists for research and further text production. Based on a case study, SMC texts on various scientific topics will be characterized linguistically as a genre and examined for their further intertextual use in journalistic texts in selected online media. One of the aims of this contribution is to clarify the extent to which scientific text procedures are used or can be maintained in such short and further abridged and shortened texts.

Keywords: small text/short text/shortness of textscientific text/scientific text proceduresscience and the publicjournalistic text productionintertextualitytext linguistics

Nicht nur auf dem populärwissenschaftlichen Buchmarkt finden sich Bücher wie „Das Wissenschaftsbuch“ (unterstellt: das gesamte wissenschaftliche Wissen in einem Buch) oder Serientitel wie „Wissenschaftliche Theorien in 30 Sekunden“ – auch an den Universitäten selbst nehmen 10–15-minütige wissenschaftliche Kurzformate wie „Coffee Lecture“, „Akademisches Viertel“ oder Ähnliches zu. Der Hinweis auf Kürze ist hier jedoch in erster Linie ein Versprechen, das „manipulativ zur ersten Kontaktaufnahme sowie zur fortdauernden Rezipientenbindung und -lenkung verwendet“ wird (Leyhausen 2007: 361f.). Wissenschaftliche Texte sind nämlich normalerweise gerade nicht (quantitativ) kurz und (qualitativ) schnell erfassbar, weil sie sich auf komplexe Theorien, Methoden und Daten berufen und dabei erklärend und argumentierend angelegt...

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