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Semantische und pragmatische Aspekte der Grammatik

DaF-Übungsgrammatiken im Fokus

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Edited By Claudio Di Meola and Daniela Puato

Ist Grammatik im modernen DaF-Unterricht wirklich überflüssig oder bestenfalls ein notwendiges Übel? Die AutorInnen der 16 Beiträge dieses Bandes glauben nach wie vor an die didaktische Zentralität der Grammatik, allerdings nicht als rein formbezogenes System, sondern als semantisch-pragmatisches Mittel zur inhaltlichen Differenzierung und Verfolgung bestimmter kommunikativer Ziele.

Nach einem einleitenden Beitrag enthält der Band 15 Fallstudien, die sich mit für DaF-Lernende relevanten Sprachphänomenen befassen. Jede Studie nimmt 24 gängige Übungsgrammatiken (Anfänger und Fortgeschrittene) jeweils kritisch unter die Lupe in Bezug auf semanto-pragmatische Aspekte. Es werden die wissenschaftlich-didaktische Adäquatheit der Regeln und Erklärungen bewertet sowie originelle didaktische Vorschläge erarbeitet.

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Deixis: Textdeixis: Dorothee Heller (Bergamo)

Dorothee Heller (Bergamo)

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Abstract: German language is characterized by a frequent use of deictic expressions. Those expressions are used in different types of communicative settings. They also include the text, which may be conceptualized on the one hand as a space and on the other hand as a chronological arrangement of actions. Textdeictic devices belong to the strategies of reader orientation. They are usually embedded in comments of the author on textual organization and include different types of deictic (or paradeictic) expressions, such as demonstrative pronouns and adverbs.

Die deutsche Sprache zeichnet sich durch einen reichen Strukturausbau in Hinblick auf den Bestand an deiktischen und deiktisch abgeleiteten Ausdrucksmitteln aus (Ehlich z.B. 2007c, Redder 2010a). Ausdrücke wie dieser, hier und jetzt gehören zum Kernbestand dieses deiktischen Inventars. Sie können auf unterschiedliche Verweisräume Bezug nehmen: Wahrnehmungsraum, Vorstellungsraum, Wissensraum, Diskursraum, Rederaum, Textraum (Redder 2000, Ehlich 1976). Auf den Textraum können sich ebenfalls Ausdrücke beziehen, die nicht im engeren Sinne als Verweisausdrücke gelten, im Textzusammenhang aber deiktisch funktionalisiert werden können (wie etwa zuvor oder eingangs). Auch Partizipien (wie anschließend) oder Nominalgruppen (wie zum Abschluss, im Folgenden) werden textdeiktisch verwendet ebenso wie zusammengesetzte, deiktisch abgeleitete Ausdrücke (wie danach, hiermit, sodann), die auch in Kombination mit Präpositionalphrasen vorkommen (im Anschluss daran) und zum Teil eine konnektive Funktion ausüben (Redder 2010b).

Solche sprecherseitigen Signale zur Leserorientierung im Textraum (in den folgenden Beispielen fett markiert und unterstrichen) werden in aller Regel in textkommentierende Hinweise eingebettet...

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