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Semantische und pragmatische Aspekte der Grammatik

DaF-Übungsgrammatiken im Fokus

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Edited By Claudio Di Meola and Daniela Puato

Ist Grammatik im modernen DaF-Unterricht wirklich überflüssig oder bestenfalls ein notwendiges Übel? Die AutorInnen der 16 Beiträge dieses Bandes glauben nach wie vor an die didaktische Zentralität der Grammatik, allerdings nicht als rein formbezogenes System, sondern als semantisch-pragmatisches Mittel zur inhaltlichen Differenzierung und Verfolgung bestimmter kommunikativer Ziele.

Nach einem einleitenden Beitrag enthält der Band 15 Fallstudien, die sich mit für DaF-Lernende relevanten Sprachphänomenen befassen. Jede Studie nimmt 24 gängige Übungsgrammatiken (Anfänger und Fortgeschrittene) jeweils kritisch unter die Lupe in Bezug auf semanto-pragmatische Aspekte. Es werden die wissenschaftlich-didaktische Adäquatheit der Regeln und Erklärungen bewertet sowie originelle didaktische Vorschläge erarbeitet.

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Präpositionen II: Sekundäre Präpositionen: Claudio Di Meola (Rom)

Claudio Di Meola (Rom)

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Abstract: The so-called secondary prepositions mostly do not look like typical prepositions, having the form of an adverb, adjective, verb, noun or prepositional phrase. Secondary prepositions generally display a synchronic alternation between genitive and dative government. A great number of prepositions require the genitive but can also be constructed with the dative, mainly in oral and informal language. On the other hand, a small group of prepositions should govern only dative, but in everyday language genitive is not unusual. Finally, for some prepositions both cases are equally accepted in standard language. Furthermore, some secondary prepositions show a synchronic variation between preposing and postposing, the latter being unproductive and generally confined to specific contexts.

Präpositionen werden traditionell in primäre und sekundäre unterteilt. Erstere sind sprachgeschichtlich älter und bilden den (stabilen) Kernbestand der Wortart Präposition, letztere sind sprachgeschichtlich relativ jung und konstituieren die im stetigen Wandel begriffene Peripherie der Wortart Präposition. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Subklassen lassen sich neben der Gebrauchsfrequenz auf morphologische, semantische und syntaktische Charakteristiken zurückführen. Was die Häufigkeit betrifft, so sind primäre Präpositionen hochfrequent, sekundäre meist niedrigfrequent. Auf morphologischer Ebene sind primäre Präpositionen typischerweise opak und monomorphematisch, sekundäre transparent und oftmals polymorphematisch. Semantisch gesehen haben primäre Präpositionen zumeist eine räumlich-konkrete Grundbedeutung und sind polysem, sekundäre hingegen eine räumliche oder auch abstrakte Grundbedeutung und sind monosem. Auf syntaktischer Ebene regieren primäre Präpositionen den Dativ und/oder Akkusativ,...

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