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Die süddeutsche Städtelandschaft – ein interregionaler Vergleich

Unter Mitarbeit von Christoph Gunkel

Edited By Wolfgang Wüst and Klaus Wolf

In der Geografie, als einer Leitwissenschaft in Sachen «Landschaft», definiert man aktuell Städtelandschaften als maßstäblich und räumlich ganz unterschiedliche Ebenen. Diese lassen sich auf einzelne Städte, auf bestimmte Stadtregionen und selbst auf Metropolregionen oder die seit 1918 eingeführte Megalopolis projizieren. Historiker verstehen unter einer «Städtelandschaft» meist ein Gebiet mittlerer Größenordnung mit unterschiedlich starker Urbanisierung, wobei in der «Stadtlandschaft» Städte und Märkte, Bürger und Händler im umschriebenen Raum zwangsläufig eine dominierende Rolle spielen. Der interterritoriale Vergleich führt uns einerseits hinaus in die Welt der europäischen Urbanität, andererseits liegt ein deutlicher Fokus auf den großen wie kleinen Städten Süddeutschlands. In Farbe und Ausführlichkeit analysieren die Autoren dort die Stadtkultur vom Mittelalter bis zur Moderne. Politische, soziale und ökonomische Netzwerke werden ebenso behandelt wie spannende interstädtische Bezüge durch Reisende, Gelehrsamkeit, Schulen, Literatur oder Musik. Teildisziplinen wie die Historische Ortsnamenforschung runden das Bild ab.

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Geleitwort des Vorsitzenden des Bayerischen Städtetages

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Foto: Stadt Straubing.

Der Bayerische Städtetag ist – mit bald 125 Jahren – der älteste kommunale Spitzenverband in Bayern: Am 1. März 1896 haben sich erstmals auf Einladung des damaligen Münchner Oberbürgermeisters von Borscht 25 Städte getroffen. Die Bürgermeister wollten sich gegen ein Gesetz zur Novellierung des Heimatrechts zur Wehr setzen. Sie kritisierten „aufs Schärfste“ den Gesetzentwurf. Dies war die Geburtsstunde des Bayerischen Städtetages – die Bürgermeister erkannten den Wert regelmäßiger Treffen und des engen Erfahrungsaustauschs. Schon ein Jahr später wurde eine organisatorische Form für den freiwilligen Zusammenschluss der bayerischen Städte vereinbart. Die Städte kritisierten bereits vor über einem Jahrhundert die wachsende Fülle von Aufgaben, die der Staat den Kommunen auferlegte. Daher hatten die Stadtväter damals bei der Gründung vereinbart, sich gemeinsam gegen „unberechtigte Ansinnen“ des Staates zu wehren. Aus der zunächst informellen Art eines Städtetages konstituierte sich bereits nach wenigen Jahren ein Verband mit einer professionell besetzten Geschäftsstelle, die seit 1909 in München arbeitet.

Jede Stadt in Bayern ist einzig in ihrer Geschichte, in ihrer Stadtgestalt, in ihrer Tradition, sei es als alte Reichsstadt, als Bischofssitz, als Verwaltungssitz, als Handelszentrum oder als Verkehrsachse, als Standort für Handwerk und Industrie. Jede Stadt hat ihre eigenen Stärken, jede Stadt hat ihre ganz eigenen Wurzeln, Ausprägungen und Traditionen – aber in vielen Bereichen ähneln sich unsere Städte. Diese Erfahrungen auszutauschen, Erwartungen und Probleme...

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