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Die süddeutsche Städtelandschaft – ein interregionaler Vergleich

Unter Mitarbeit von Christoph Gunkel

Edited By Wolfgang Wüst and Klaus Wolf

In der Geografie, als einer Leitwissenschaft in Sachen «Landschaft», definiert man aktuell Städtelandschaften als maßstäblich und räumlich ganz unterschiedliche Ebenen. Diese lassen sich auf einzelne Städte, auf bestimmte Stadtregionen und selbst auf Metropolregionen oder die seit 1918 eingeführte Megalopolis projizieren. Historiker verstehen unter einer «Städtelandschaft» meist ein Gebiet mittlerer Größenordnung mit unterschiedlich starker Urbanisierung, wobei in der «Stadtlandschaft» Städte und Märkte, Bürger und Händler im umschriebenen Raum zwangsläufig eine dominierende Rolle spielen. Der interterritoriale Vergleich führt uns einerseits hinaus in die Welt der europäischen Urbanität, andererseits liegt ein deutlicher Fokus auf den großen wie kleinen Städten Süddeutschlands. In Farbe und Ausführlichkeit analysieren die Autoren dort die Stadtkultur vom Mittelalter bis zur Moderne. Politische, soziale und ökonomische Netzwerke werden ebenso behandelt wie spannende interstädtische Bezüge durch Reisende, Gelehrsamkeit, Schulen, Literatur oder Musik. Teildisziplinen wie die Historische Ortsnamenforschung runden das Bild ab.

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Stadtpfeifer in der süddeutschen Städtelandschaft. Professionalisierung, Konflikte, Reisen

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Abstract: It was only at the beginning of the twentieth century, when musicological scholarship drew attention to the cultural and musical- political importance of instrumental ensembles in cities from the end of the Middle Ages to modern times and described the beginnings of the “Stadtpfeifer” as permanently employed musicians, their duties, job titles and the range of instruments until the transition of the old institution “Stadtpfeiferei” to a symphony orchestra in the bourgeois concert business. This contribution is devoted to urban musical life by examining the process of professionalisation with a view to the freelance musicians in a city. Travel and conflicts play an important role.

Vor mehr als hundert Jahren machte der Schweizer Musikforscher Karl Nef auf die kultur- und musikpolitische Bedeutung der Instrumentalensembles in den Städten vom ausgehenden Mittelalter bis in die Neuzeit aufmerksam und beschrieb die Anfänge der Stadtpfeifer als fest angestellte Musiker, ihre Pflichten, Berufsbezeichnungen und das Instrumentarium bis zum Übergang der alten Institution Stadtpfeiferei zum Sinfonieorchester im bürgerlichen Konzertbetrieb.1 Diesen, auf knappem Raum gegebenen, aber grundlegenden Informationen fügte erst 1982 Heinrich Schwab eine substantielle Studie zur Professionalisierung des Stadtmusikerberufs hinzu.2 In jüngerer Zeit widmete sich Helen Coffey dem Klang in den Städten während der Zeit Kaiser Maximilians I.3 Während diese Beiträge sich relativ eng auf die berufliche Stadtmusik selbst konzentrierten, gilt der hier vorgelegte Beitrag dem urbanen Musikleben mit einem ← 249 | 250 →erweiterten Fokus, indem zum Prozess der Professionalisierung die freiberuflich t...

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