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Wort- und Formenvielfalt

Festschrift für Christoph Koch zum 80. Geburtstag. Unter Mitarbeit von Daniel Petit

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Edited By Anna Jouravel and Audrey Mathys

Die Festschrift ehrt Christoph Koch, Professor für Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu seinem 80. Geburtstag vereint der Band wissenschaftliche und persönliche Beiträge von Kollegen, Schülern und Freunden. Sie umfassen verschiedene Bereiche der historischen und modernen Sprachwissenschaften wie der Indogermanistik, der Byzantinistik, der Slavistik oder Baltistik, greifen kunsthistorische und editionsphilologische Fragestellungen auf und spiegeln somit das breite Spektrum der Interessens- und Forschungsgebiete des Jubilars wider.

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Neues vom Gatschal, Hussal und Tschunkal (vom Entlein, Gänslein und Schweinchen)

Zeus Wellnhofer

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Nachdem ich von der Festschrift erfahren hatte, bin ich nach einer Weile auf die – vielleicht etwas verrückte – Idee gekommen, unter der Überschrift ‘Neues vom Gatschal, Hussal und Tschunkal’ etwas zum Thema ‘Bavarica Slavica’ in bairischem Dialekt zu verfassen. So habe ich im Folgenden in einer Rahmenhandlung zu dieser Festschrift eine Geschichte vom Gatschal, Husserl und Tschunkal – d.h. vom Entlein, Gänslein und Schweinchen – eingebettet, in der wiederum weitere Gedichte erzählt werden. Der Dialekt – oder Idiolekt – des Textes ist eine Art ‘Exiloberpfälzisch’ – bzw. ein nordbairischer Ausgleichsdialekt – mit Adstrateinflüssen,1 wobei auch der tschechische Adstrateinfluss, der sich in den folgenden Texten widerspiegelt, nicht ganz aus der Luft gegriffen ist. Schließlich sind gerade in den Randdialekten die Substrat- und Adstrateinflüsse immer deutlich sichtbarer gewesen als anderswo. Denn wie wäre es sonst zu erklären, dass sich die Plurale Rosami „Verstand“ und Brambori „Kartoffeln“ im Bairisch-Wörterbuch wiederfinden, oder dass im Zimbrischen albar, pl. élbar, „Baum“ bedeutet. Die verwendete Schreibweise ist tendentiell phonemisch und komparativ, aber nicht phonetisch.2 Parallel zum Text findet sich zusätzlich eine Übersetzung ins Standarddeutsche.

Der Vorspann

Im Bråchèt, wý ih gfrägt worḏǹ biṉ håḇ jh mer nòh denkt, wàs ih då schreib? zůbröcklt fṳr den Stőbernigl, è wý3 ḏem Koch zṳm machǹ ej Fraöd.

Im Juni, als ich gefragt worden bin, habe ich mir noch überlegt, was ich hier schreiben werde, / beitrage für...

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