Show Less
Restricted access

Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

Series:

Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

Show Summary Details
Restricted access

I.5. Die Römer und ihre Nachbarn unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses zu den Etruskern

Extract

Das Römische Reich gehört zu den politischen Gebilden, die am längsten Bestand hatten1. Häufig wird der Beginn mit dem achten Jahrhundert v. Chr. angesetzt2, während die Forscher über das Ende sehr unterschiedlicher Auffassung sind, meist wird das siebte Jahrhundert n. Chr. genannt3. Wir wollen in diesem Beitrag einen Blick auf die Frühzeit (Römische Königszeit, 753 v. Chr. bis 509 v. Chr.) und die ersten Jahrhunderte der Römischen Republik werfen und die Beziehungen zwischen den Römern und ihren Nachbarn beleuchten, im Zentrum steht das Verhältnis zu den Etruskern. Diese Konzentration der Perspektive hat zur Folge, dass im Fokus die politischen, militärischen und sprachlichen Situationen/Gegebenheiten auf der italischen Halbinsel stehen. Zunächst ←71 | 72→ist festzustellen, dass vieles im Ungewissen bleiben muss, weil die Quellenlage zur römischen Frühzeit als schlecht einzustufen ist. Autoren wie Titus Livius4 und Marcus Terentius Varro5 haben viel später gelebt; mehrere Jahrhunderte nach der ersten Besiedelung des Gebietes um Rom setzt die schriftliche Überlieferung ein. Außerdem sind einige Forscher davon überzeugt, dass die römischen (und griechischen) Autoren tendenziöse Texte abfassen – dazu später mehr. Schaut man auf die geografische Lage, lässt sich schnell erkennen, dass die Römer neben den Etruskern auch verschiedene italische Stämme als Nachbarn hatten, nämlich die Äquer, Aurunker, Herniker, Latiner, Osker, Samniten, Umbrer und Volsker, außerdem kam große Gefahr durch die Kelten beziehungsweise Gallier im vierten Jahrhundert auf. Schon sehr fr...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.