Show Less
Restricted access

Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

Series:

Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

Show Summary Details
Restricted access

II.4. Invektiven in den Texten der frühesten nachapostolischen Literatur (Clemens von Rom und Polykarp von Smyrna) (Originalbeitrag)

Extract

Der folgende Beitrag versteht sich als Fortsetzung der Sichtung und Bewertung griechischer polemischer Ausdrücke von Kirchenschriftstellern. Bisher wurden Analysen zu Athanasius, Basilius und Gregor von Nazianz vorgelegt1. Grundlagen sind die Opera, die Ilona Opelt für die lateinische Sprache publiziert hat2. Dieselbe Forscherin hat sich auch einigen heidnischen griechischen Autoren hinsichtlich der Polemik gewidmet3. Daneben ist auch die Habilitationsschrift von Michael Wissemann als Meilenstein bei der Untersuchung polemischer Begriffe im Werke des Hieronymus zu sehen. I. Opelt hat einen Aufsatz den Bezeichnungen der Nichtchristen gewidmet4; an dieser Stelle steht aber die Hinwendung zu den Mitchristen im Vordergrund, nicht die Anrede an sogenannte ←313 | 314→Heiden, da Clemens offensichtlich die Christen in Korinth wieder auf den rechten Weg zu bringen versucht.

Während bisher die Autoren des vierten Jahrhunderts im Vordergrund standen, wende ich mich nun der Frühzeit des Christentums zu, genauer den apostolischen Vätern. Untersuchungsgegenstände sind dabei vor allem der erste Clemensbrief und Texte von Polykarp von Smyrna.

Ich möchte mit dem ersten Clemensbrief beginnen, da es sich hierbei um den ältesten erhaltenen Text christlicher Literatur – natürlich mit Ausnahme der biblischen Schriften – handelt. Die Entstehung des Briefs wird auf die Zeit des Endes der Herrschaft des Kaisers Domitian (96/97 n. Chr.) vermutet5; andere Forscher datieren den Brief auf die Zeit um 100 n. Chr.6 Als Verfasser wird Clemens vermutet, der entsprechend den römischen Bischofslisten als der dritte Bischof von Rom angesehen wird7. Der Brief besteht aus 65 Kapiteln, mit...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.