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Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

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Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

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Rezensionen (II)

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1. Rez.: Martin Biermann, Die Leichenreden des Ambrosius von Mailand. Rhetorik, Predigt, Politik.Stuttgart 1995, in: Gymnasium 103, 1996, 472–474.

Martin Biermann analysiert die erste und zweite Rede für Satyrus (s.u.) sowie die Reden für Valentinian II. und für Theodosius, die Ambrosius als Leichenrede konzipiert hat. Biermann wählt als Untertitel seiner Untersuchungen Rhetorik, Predigt, Politik und macht damit bereits sein Programm und sein wissenschaftliches Vorgehen deutlich. Er möchte offensichtlich seine Studie eingeordnet wissen in die Reihe jener Untersuchungen, welche die antiken Texte unter rhetorischen Gesichtspunkten betrachten, aber nicht ausschließlich. Dies hat etwa C. J. Classen in seinen Analysen zu Ciceros rhetorischer Strategie praktiziert (Recht, Rhetorik, Politik. Darmstadt 1985). Unter Einbeziehung der politischen Gegebenheiten, in denen die Reden, vor allem jene für Valentinian und Theodosius, gehalten wurden, und der homiletischen Betrachtungsweise gelingt es dem Verfasser, dem Oeuvre des Ambrosius gerecht werden.

Er beginnt seine Analyse mit einem Kapitel über Ambrosius als Prediger (Kap. 1,15–20); dabei orientiert er sich am aktuellen Forschungsstand unter Berücksichtigung wichtiger Publikationen zu Ambrosius. Das besondere Interesse Biermanns findet die Tatsache, dass die meisten Schriften des Ambrosius für einen mündlichen Vortrag vorgesehen waren. Daher berücksichtigt er zu Recht Untersuchungen zur Mündlichkeit, etwa den instruktiven Aufsatz von S. Döpp, ‚Mündlichkeit‘ und Augustinus‘ „Confessiones“, in: G. Vogt-Spira (Hrsg.), Strukturen der Mündlichkeit in der römischen Literatur, Tübingen 1990, 271–284. In der Erkenntnis aber, dass die Reden und...

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