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Die Quellen der Philosophie und Phänomenologie der Religion- Sources of the Philosophy and Phenomenology of Religion

Überlegungen zu Rudolf Ottos "Das Heilige</I> - Considerations on Rudolf Otto’s "The Holy</I>

Edited By Dominika Jacyk-Manikowska

Das Ziel dieser Arbeit ist die Zusammenstellung der Quellen der Philosophie und Phänomenologie der Religion in der Perspektive einiger auf Ottos Das Heilige gerichteten Überlegungen. Unter dem Gesichtspunkt der neuen Religionserfahrungsanalysen lenken diese Erwägungen die Aufmerksamkeit auf die Genese der aktuell herrschenden Tendenzen in der Religionsphilosophie und charakterisieren die Einwirkungen von Das Heilige.
The aim of this work is to outline the sources of philosophy and phenomenology of religion in the perspective of several discussions focused on Rudolf Otto’s The Holy. Taking into account the new methods of analyzing religious experience these deliberations concern the genesis of contemporary tendencies predominating in the philosophy of religion and also describe the influence of The Holy.

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Christoph Elsas, Wie das Göttliche begegnet. Rudolf Ottos Buch „Das Heilige“ und seine Wirkung 47

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47 Christoph Elsas Wie das Göttliche begegnet. Rudolf Ottos Buch „Das Heilige“ und seine Wirkung 1 Religionspsychologie und Kantianismus Anfang des 20. Jahrhunderts hat William James in Amerika eine mit den empirischen Methoden der experimentellen Psychologie abge- sicherte Religionspsychologie begründet und die Erfahrung der Ei- nung im Seelischen als das für religiöse Emotionen Eigentümliche herausgestellt. James wurde übersetzt und hat Theologen wie Ernst Troeltsch und Rudolf Otto zu einer neuen Religionsbegründung auf mystischer Grundlage geführt: Sie nahmen eine intuitiv-religiöse Anlage im Menschen an, der neben den Bereichen der Metaphysik, Ethik und Kunst – die Immanuel Kant je auf ein der Empirie voraus- liegendes Apriori bezogen hat – ein eigener Bereich zugehört. Otto hat 1909 in seiner Kantisch-Fries’schen Religions philosophie – Jakob Friedrich Fries gilt als der Hauptvertreter des sog. Psycho- logismus in der Philosophie des 19. Jahrhunderts – die Kant,sche Lehre umgeformt: Für Kant war ein Verstand, der „nicht diskursiv durch Kategorien, sondern intuitiv in einer nicht-sinnlichen An- schauung seinen Gegenstand“ erkennt, ein Problem, „von welchem wir uns nicht die geringste Vorstellung seiner Möglichkeiten ma- chen können“1. Otto ging demgegenüber von einer Wahrheit aus, die uns gewiss ist als „unmittelbare Erkenntnis der Vernunft”, die un- bewusst „auf ihrem Grunde“ ruht. Dieses Wahrheitsgefühl ist „der Glaube an die objektive Realität von Sein und Dasein überhaupt“. Wichtiges Gegenstück dazu ist die „Erkenntnis von der Einheit und Notwendigkeit im Wesen der Dinge“. Beides zusammen ermöglicht, 1 I. Kant,...

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