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Einheitliche Corporate Governance-Grundsätze für die Europäische Aktiengesellschaft (SE)

Eine rechtsvergleichende Untersuchung anhand der Ausgestaltung der SE im deutschen und britischen Recht

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Geng-Sook Leem

Im weltweiten Wettbewerb der Corporate Governance-Systeme – bei der Wahlmöglichkeit der SE – ist jedes System permanent aufgefordert, ein besseres System zu schaffen, mit dem das Unternehmen optimalen Erfolg erzielen und im Wettbewerb überleben kann. Dabei wird hier nach der Möglichkeit der einheitlichen Corporate Governance-Grundsätze für die EU durch die Konvergenz als ein Produkt des Systemwettbewerbs gefragt. Unter dieser Fragestellung wird die Corporate Governance der SE im Vergleich zwischen der deutschen und britischen dualistischen SE sowie der deutschen und britischen monistischen SE untersucht. Mit Hilfe dieses Vergleichs werden die Stärken und Schwächen beider Systeme herausgearbeitet. Damit wird eine Annäherung beider Systeme versucht, die zur Verwirklichung der ursprünglichen Grundidee der SE und weiter zur Vollendung des Europäischen Binnenmarktes für die Europäische Integration beitragen können. Die Verwirklichung dieses erstrebenswerten Ziels ist aber in der Realität aufgrund unlösbarer Hemmnisse («Pfadabhängigkeit») noch fern. In diesem Zusammenhang wird die Frage gestellt, ob es möglicherweise eine Methode gibt, die die bei der Konvergenz des positiven Rechts entstandenen Probleme überwindet.

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DRITTER TEIL – GRUNDLAGEN DER CORPORATE GOVERNANCE 45

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45 Dritter Teil – Grundlagen der Corporate Governance Der Hauptteil dieser Arbeit befasst sich mit Corporate Governance in der euro- päischen Aktiengesellschaft (SE) im Zentrum der Unternehmensverfassung231 (interne Corporate Governance) im Vergleich zwischen deutscher SE und briti- scher SE in rechtlicher Hinsicht. Bevor aber auf den Hauptteil dieser Arbeit ein- gegangen werden kann, müssen vorher die allgemeinen Grundlagen der Corpo- rate Governance umrissen werden, die die Basis der Corporate Governance- Diskussion bilden. Hier erfolgt daher zunächst eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Bedeu- tung und dem Begriff der Corporate Governance, um dann anhand dieser theore- tischen Basis als Ausgangspunkt zur Diskussion überzugehen. Dann werden als die Lösung für das aus der theoretischen Untersuchung heraus gelöste Corporate Governance-Problem die verschiedenen Kontrollmechanismen im Vergleich zwischen kontinentaleuropäischem dualistischem System (hier insbesondere dem deutschen System) und dem angelsächsischen monistischen System (hier insbesondere der USA und Großbritannien) als die Gegenpole sowie als Aus- gangspunkte des Corporate Governance-Systems der SE behandelt. Im An- schluss daran wird auf die Wahlmöglichkeit zwischen den Corporate Governan- ce-Systemen der SE eingegangen, um daraus Rückschlüsse auf einen aktiven Wettbewerb der Rechtssysteme der Mitgliedsstaaten zu ziehen. Des Weiteren werden die theoretisch möglichen Ergebnisse dieses Systemwettbewerbs werden behandelt, um schließlich auf die Chancen für ein einheitliches Corporate Go- vernance-System zu sprechen zu kommen. A. Aktuelle Bedeutung und Begriff der Corporate Governance Der aus der angelsächsischen Unternehmenskultur stammende Terminus „Cor- porate Governance“ war bis zu Beginn der 80er Jahre weitgehend...

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