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Die allgemeine Energiekompetenz im Primärrecht der Europäischen Union

Eine Analyse des Artikels 194 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union in der Fassung des Vertrags von Lissabon unter Berücksichtigung der historischen Entwicklung der Energiekompetenz

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Daniel Hackländer

Mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon wurden die internen Maßnahmen und Politiken der Union um einen selbständigen Titel «Energie» ergänzt. Obwohl die Notwendigkeit der supranationalen Wahrnehmung energiepolitischer Aufgaben schon früh erkannt wurde, fehlte bislang das entsprechende rechtliche Instrumentarium. Mit Art. 194 AEUV existiert nun erstmals eine Rechtsgrundlage, die eine umfassende, bereichsübergreifende Energiepolitik auf europäischer Ebene ermöglicht. Die inhaltliche Analyse des Energieartikels ist Hauptgegenstand der Untersuchung. Die Arbeit zeigt, dass die Vertragsänderung Kompetenzgewinne für die Union mit sich bringt, insbesondere im Bereich Energieversorgungssicherheit, der maßgeblich von den neuen Bestimmungen über Energiesolidarität beeinflusst wird. Erörtert werden zudem konkurrenzrechtliche Probleme, die sich aus Überschneidungen des Energieartikels mit Kompetenznormen anderer Zielrichtung ergeben sowie die speziellen Grenzen der Energiekompetenz.

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Inhaltsverzeichnis

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VII Inhaltsverzeichnis Literaturverzeichnis........................................................................................... XV Abkürzungsverzeichnis .............................................................................. XXXIII Kapitel 1: Einleitung ............................................................................................. 1 A. Der Vertrag von Lissabon ............................................................................. 1 B. Materielles Energierecht im AEUV .............................................................. 2 I. Die allgemeine Energiekompetenz nach Art. 194 AEUV ........................... 2 II. Weitere Regelungen des materiellen Energierechts ................................... 3 C. Eingrenzung des Themas ............................................................................... 4 D. Methodik: Die Auslegung des Energieartikels.............................................. 6 I. Die Auslegung nach Wortlaut, Teleologie und Systematik......................... 6 II. Die historische Auslegung .......................................................................... 8 E. Gang der Untersuchung ............................................................................... 10 Kapitel 2: Hintergrund und Entstehungsgeschichte des Energieartikels ............ 11 A. Die gemeinsame Energiepolitik im Überblick ............................................ 11 I. Die Entwicklung der europäischen Energiepolitik .................................... 11 1. Die frühe gemeinschaftliche Energiepolitik........................................... 11 2. Energiepolitik in Krisenzeiten ................................................................ 13 3. Die Europäisierung der Energiepolitik ................................................... 14 II. Rechtsgrundlagen der Energiepolitik vor Lissabon.................................. 15 1. Das Fehlen einer allgemeinen Energiekompetenz ................................. 16 2. Reichweite der Befugnisse des EG-Vertrags ......................................... 17 III. Die Notwendigkeit einer umfassenden europäischen Energiepolitik ..... 19 1. Handlungsbereiche trans- und internationaler Bedeutung ..................... 19 2. Die EU als energiepolitische Akteurin ................................................... 20 3. Die Vereinheitlichung der rohstoffbasierten Energiepolitik .................. 21 a) Die Differenzierung zwischen verschiedenen Energieträgern ........... 22 b) Die unterschiedlichen Anforderungen des rechtlichen Instrumentariums..................................................................................... 23 IV. Zwischenergebnis.................................................................................... 24 B. Die Entwicklung des Vertrags von Lissabon .............................................. 26 I. Vom EUVV zum Vertrag von Lissabon .................................................... 26 1. Die Ablehnung des Verfassungsvertrages.............................................. 26 2. Die Phase der Reflexion ......................................................................... 27 3. Das Mandat des Europäischen Rates für die Regierungskonferenz....... 28 4. Die Regierungskonferenz 2007 .............................................................. 29 II. Der Verlauf des Ratifizierungsverfahrens ................................................ 29 1. Stand der Unterzeichnung bis zum 12. Juni 2008 .................................. 29 2. Das vorläufige Scheitern durch das...

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