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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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1.2.6 "Flamenco" aus der Wurzel "flama" 26

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26 Der Übergang der Bezeichnung aus der Unterwelt in die ebenfalls analphabetischen Unterschichten konnte ohne Schwierigkeiten stattfinden. Geografische Vorkenntnisse waren auch bei diesen Schichten nicht zu erwarten40, man kannte jedoch den Begriff "flamenco" als Bezeichnung für ungeliebte Einwanderer, Nicht-Ortsansässige und Gesindel und nahm ihn problemlos als Bezeichnung für die Zigeuner an41. 1.2.6 "Flamenco" aus der Wurzel "flama". García Matos war nicht nur der Urheber der inzwischen breit angenommenen Theorie, dass "Flamenco" ein Wort aus dem Gaunerjargon ist, er brachte auch den Zusammenhang mit der Wurzel lat. flama ins Spiel. Dies scheint ein auf den ersten Blick treffendes Attribut: "feurig", "hervorleuchtend", auch "schmissig", "prahlerisch".42 García Matos schreibt:: "Siendo "llama" el tronco común de "flamancia" y "flaman" la aplicación jergal de estas palabras a la "presunción" y a la "vistosidad resplandeciente" se explica por lo que estas dos ideas, realizadas, efunden la luminosidad y brillantez, ... Por tales vías, y de tales o parecidas fuentes se extrae "flamenco", que denomina y tilda al gitano por la impresión que causa la estirada y 40 Wie sehr unsere Schulbildung uns geprägt hat, - z.B. "Norden ist oben, Süden ist unten" - fällt erst wieder auf, wenn wir plötzlich mit völliger Unkenntnis konfrontiert werden. Dazu zwei Beispiele aus meinem Tagebuch: Estepona, 14. September 2001. Heute kam Paco, um sich zu verabschieden. Ich merke, dass er sehr beunruhigt ist. Schließlich rückt er damit heraus: "Wenn du jetzt nach Berlin...

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