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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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1.8.4 Die häufigsten Blumenmotive im Überblick 124

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124 illegitimes Verhältnis zur Nachbarin dargestellt; das Motiv des "hortus conclusus", der die Reinheit und Jungfräulichkeit der Madonna symbolisiert, wird ins Negative verkehrt, quasi in einen "hortus apertus": Del jardín de mi vecina el jardinero fui yo pero un día que falté otro jardinero entró. OrB 308 Das alte "edle" Thema des Gartens wird somit von der einfachen arbeitenden Bevölkerung umgeformt zu einer drastischen Metapher für Sexualität. 1.8.4 Die häufigsten Blumenmotive im Überblick Für den Vergleich einer Frau mit einer Blume steht von alters her an erster Stelle die Rose. Als Liebessymbol war die Rose bereits der Venus heilig.358 Seit der Antike und in allen Volksschichten359 war und ist die Rose unverzichtbarer Bestandteil der Liebeslyrik. Hierbei kann die Rose sowohl für die Rosigkeit der Wangen, des Gesichtes, als auch für die ganze Person stehen. Genannt werden in den Flamencoliedertexten am meisten "rosas" ganz allgemein, manchmal "rosas de pitiminí", d.h. die ganz kleinen Rosen360 sowie auch "mosquetas", die Heiderosen oder Muskatrosen361, ebenso "rosas de Alexandria",362 die aus dem Orient eingeführten stark duftenden dunkelroten Sorten. Die Nelke taucht bei den alten arabischen Dichtern Andalusiens nicht auf. "Die Nelke war im Altertum völlig unbekannt und wurde wohl erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts aus Tunesien importiert."363 Heute ist 358 Siehe Impelluso, S. 118 359 Z.B. auch in der Goliardendichtung: Siehe Arías y Arías, S. 140: Vidi florum floridum/ vidi florum florem,/ vidi rosam Madii,/...

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