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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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2.6.2 Freiheitsentzug 181

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181 Nicht ganz eindeutig ist der folgende Text. Es kann sich sehr wohl um eine geplagte Ehefrau handeln, andererseits kann es sich - bei einer Unverheirateten - auch um die Metapher des Liebesgefängnisses han- deln. Schlüssig wäre der Text in beiden Lesarten: Estoy metida en cadenas como la que está cautiva, mira si vivo con penas que estoy muerta estando viva. OrB 355 2.6.2 Freiheitsentzug. Die Pflicht, die Ehre der Frau und damit auch die eigene Ehre zu wahren, zeigt sich oft als geradezu zwanghafte Eifersucht des Mannes, die durch die nun machtvolle Stellung als Ehemann offen zutage treten darf. Dieses zeigt sich darin, dass der Mann die Bewegungsfreiheit der Frau noch weiter beschneidet, als sie es unter der Obhut der Mutter schon war. Das Leben der Frau ähnelt dem einer Sklavin: Me tienes tan sujeta que no me dejas salir al poyete de la puerta.453 OrB 140 Der Mann verfügt:: Yo le dije a mi romera que se quedara en el patio y a la calle no saliera. OrB 225 Ist die Bezeichnung "romera" nur aus verstechnischen Gründen gewählt? Romera ist seltener als compañera oder niña, aber etwa mit dem gleichen Sinngehalt. Zurückgeführt auf den eigentlichen Sinn der Pilgerin, die ja wandert und sich ständig örtlich verändert, wirkt der Befehl, den patio nicht zu verlassen, noch stärker wie ein Freiheitsentzug454. 453 Ein altes Thema! Übereinstimmung mit der jarcha XXXI (García Gómez,1975) aus dem...

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