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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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5.2.2 Der Böse Blick 261

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261 ¿Sabes lo que estás haciendo? Me pones cerca la cara y me rozas con el pelo: esta flamenquilla mala no sabe que está haciendo. OrB 588 Auf alle Fälle schiebt der Mann die Schuld schon mal auf die Frau ab, die ihn Ŕ bewusst oder unbewusst Ŕ verführt. 5.2.2 Der Böse Blick. Der Übergang von den positiven Bewertungen zu den negativen ist schleichend. Bei einem Text wie diesem: Unos ojos negros ví; desde entonces en el mundo todo es negro para mí. OrB 215, MM 52 bewundern wir noch das dichterische Ingenium für die Variation eines traditionellen Versatzstückes und den Charme, den dieses dadurch bekommt: Die Liebe, die nach alter Vorstellung in einer Linie von feinen Tröpfchen aus den Augen des Objektes in die Augen des Subjektes und von dort aus bis ins Herz dringt, färbt das Weltbild schwarz. (Die schwarzen Augen werden zu oft in der Volkslyrik evoziert, um bereits etwas Bedrohliches vermuten zu lassen, siehe im Kapitel "Huldi- gungen".) Doch gibt es auch Strophen, die sich durchaus auf den "Bösen Blick" beziehen597. Eine Warnung an die Männer, sich nicht von einem Blick der Frau betören zu lassen, da dieser verderbliche Folgen haben kann, ist in den folgenden Strophen ausgedrückt: Puede una mujer morena Con una mirada que eche Poner a un hombre en la cama y en un hospital diez meses. RoMar 61 Todas las mujeres tienen en la mirada un extraño que cuando miran a...

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