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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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5.5.7 Finanzielles 292

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292 Auch in einer weiteren Strophe wird die Frau mit einer Münze verŔ glichen, die von Hand zu Hand geht. "Mala" und "buena" haben hier ganz andere Qualitäten, als sie sonst in der Verbindung mit einer Frau haben: als "Falschgeld" oder "richtiges Geld". Die Frau muss es sich gefallen lassen, mißtrauisch wie eine Münze gemustert zu werden. No sé si eres mala o buena, deja que te mire bien, que para eso es la moneda. OrB II 120 Die Frau wird als der Abschaum der Menschheit betrachtet; sogar der liebende und verzeihende Christus687 wendet sich voller Abscheu weg (immerhin hat das Textsubjekt -gütigerweise?- versucht, für sie zu beten): Al Crucificado por tí le recé y avergonzadito se volvió de espaldas cuando te nombré. OrB 249 Die Frau wird von der Gesellschaft geschnitten. Wie bei einer Jagdszene wird sie uns vorgestellt, als läufige Häsin, von Windhunden blutig gebis- sen, eine geradezu widerliche Szene: Esa mujer que allí viene déjala pasar de largo, que es una liebre corría mordida de muchos galgos. OrB 346 Sie hat sich den "Hunden vorgeworfen" Ŕ "se ha echado a los perros". Auch wenn es hier Windhunde sind, das Bild bleibt das gleiche. 5.5.7 Finanzielles. Ohne moralische Hemmungen, sondern ganz schlicht als finanzielles Arrangement wird die Situation in der folgenden Strophe betrachtet: 687 Das christliche Standbild wird als lebendig betrachtet, was auf einer alten Tradition beruht. Bei den Gründonnerstag-Prozessionen wird mit den schweren pasos der Heiligenbilder...

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