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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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4.2 Der englische Bildungsroman als Aufstiegsbiographie: Individualismus, common sense und das Ideal des gentleman 84

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84 Through Carlyle the sane and corrective power of action was the moral lesson that Wilhelm Meister [sic] taught his English readers and imitators, and Goethe’s eighteenth- century Bildung, or harmonious self-development motif, became subsidiary. Our heroes became too busy finding something to do, to envisage life very clearly as an artistic crea- tive process.354 Der Ursprung des englischen Bildungsromans kann bei Henry Fielding (1707- 1754) ausgemacht werden, der in seinen Romanen Figuren schuf, die eine nach- vollziehbare, auf das lebenspraktische ausgerichtete Entwicklung durchmach- ten.355 Wenn der Bildungsroman eine „credible evocation of the contact of hero and outer world“356 benötigt, so schuf Fielding mit The History of Tom Jones, a Founding (1749) den großen klassizistischen Entwicklungsroman in Eng- land.“357 ’Outer’ and ‘inner’ realism, and a planned, complicated structure: these terms describe Fielding’ novels as well as the Bildungsroman.358 Die konvergierenden sozialen Normen des Protagonisten und der Gesellschaft grenzen den Bildungsroman deutlich von einem pikaresken Roman ab, dessen Charakteristikum die Darstellung des „Individuum[s] als unverändertes Wesen in tragikomischer Gestaltung“359 zeichnet. 4.2 Der englische Bildungsroman als Aufstiegsbiographie: Individualismus, common sense und das Ideal des gentleman Einige Romane können so dem beschriebenen Typus im 19. Jahrhunderts zuge- ordnet werden, der Bildung als Mittel zum sozialen Aufstieg bei narrativer „ou- ter and inner realisim“ normiert. Der plot folgt in Grundzügen dem eines deut- schen Bildungsromans. Der Protagonist verlässt die Provinz um in der Stadt An- sehen und sein Auskommen zu sichern. Vielfältige Erfahrungen...

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