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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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6.4.2 Der Medienbegriff: Definition der Künste im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit und digitalen Gleichzeitigkeit 131

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131 6.4.2 Der Medienbegriff: Definition der Künste im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit und digitalen Gleichzeitigkeit Der Begriff des Mediums ist gegenüber dem der Intertextualität konträr ange- legt, da er eine Abkehr von literaturzentrierten Betrachtungsweisen affiziert. Seine Definition hängt eng mit der Verbreitung technischer Kommunikations- systeme zusammen. Dabei bedingt die geringe Institutionalisierung der Me- dienwissenschaft eine unzureichende Übereinkunft hinsichtlich der terminologi- schen Verortung des Medienbegriffes.627 Knut Hickethier postuliert, dass der Begriff zwar nicht als Basiskategorie angesehen werden kann, aber als akzep- tierter Begriff weiterhin Verwendung findet.628 Der Medienbegriff kann nur heuristisches Hilfsmittel sein, um die Perspektive der Intermedialität zu beleuchten. In unterschiedlichen Forschungsbereichen integriert folgt der Terminus daher unterschiedlichen Prämissen; er sollte jedoch weder auf die technische Dimension noch auf den Aspekt des Massenmediums reduziert werden.629 Dem ist jedoch entgegenzusetzen, dass die Diskussion einer neu etablierten Medienwissenschaft erst durch die Einbeziehung explizit nicht- künstlerischer Ausdrucksformen verstärktes Interesse gefunden hat.630 Hickethier sieht in dieser Ambivalenz die Gefahr einer „völligen Austauschbarkeit ihrer Methoden.“631 Jürgen E. Müller hingegen warnt vor einer bloßen Addition der Medien und wendet sich gegen die ausschließlich technische Perspektive, die das Medium unter dem Begriff eines Massenmediums subsumiert. Er definiert den Medienbegriff unter semiotischen Aspekten: Ein ‚Medium’ [sic] wäre demzufolge in intentionale Handlungs-Zusammenhänge einge- bettet; es ist dialogisch und semiotisch konzipiert und umfasst mehrere Dimensionen, die im Prozess der Semiose zusammenwirken, die jedoch – entsprechend unterschiedlichen Erkenntnisinteressen – zu Analysezwecken differenziert werden können.632 Eine...

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