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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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9.5.2.3 Der Musikkanon – Leitfigur Franz Schubert 254

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254 be mit einem Ritual, dass ein musikalisches Verschmelzen der einzelnen In- strumente und Individuen anstrebt. Every rehearal of the Maggiore Quartet begins with a very plain, very slow three-octave scale on all four instruments in unison: sometimes major, as in our name, sometimes mi- nor, depending on the key of the first piece we are to play. No matter how fraught our lives have been over the last couple of days, no matter how abrasive our disputes about people or politics, or how visceral our differences about what we are to play and how we are to play it, it reminds us that we are, when it comes to it, one. […] When I play this I release myself into the spirit of the quartet. I become the music of the scale. I mute my will, I free my self. (AEM, 12) Eine idealistische Einstellung prägt auch den Namen des Ensembles, das von der Kirche Vivaldis abgeleitet ist (vgl. AEM, 339). In der Realität ist die Musikform nicht leicht zu vermarkten, da ein Streichquartett im Gegensatz zu moderner Musik oder Oper als „sort of backwa- ter“ gilt (AEM, 72). Michael schätzt das Aufgehen in einer musikalischen Ge- meinschaft, ihre Managerin sieht dies aber als Problem an: „how do you promo- te a quartet? Who is a quartet? What is its real personality? Four faceless faces” (AEM, 382-383). So sind die Musiker von ihren musikalischen Erfolgen abhän- gig und ungewissen Zukunftsaussichten ausgesetzt (vgl. AEM, 96-97). Die tradi-...

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