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Die Familie Twente – Richter, Bürgermeister und Hospitalgründer

Die Geschichte einer Osnabrücker Familie und ihres Hofhauses im 13. und 14. Jahrhundert

Lothar Beinke

Die Twentes zogen vermutlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts, eventuell aus dem niederländischen Twente nach Osnabrück. Die ersten sicheren urkundlichen Erwähnungen weisen sie als Träger bedeutender Ämter aus, zunächst als Richter und Schöffen, dann als Bürgermeister. Sie besaßen ein großes Anwesen mit einem Steinwerk, einem charakteristischen Bauwerk in Osnabrück, das Ausdruck ihrer ökonomischen und politischen Bedeutung war. 1339 gründete Johann Twente sein Hospital. Er und seine Frau brachten in die Stiftung große Teile ihres Vermögens ein. Es war die erste Spitalgründung in Deutschland aus dem Vermögen einer Familie und Beginn einer folgenreichen Entwicklung.

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Inhaltsverzeichnis

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Twente und die lokale Geschichtsforschung – Eine Einleitung zur Familien- und Stadtgeschichte ...........................................11 Das Reich zu der Zeit........................................................................................17 Die Besiedlung der Twente – Chancen für Wanderungen .................................20 Die Wanderung.................................................................................................28 Die Familie .......................................................................................................33 Exkurs – Der ehrbare Kaufmann im Mittelalter ................................................42 Die Twentes in Osnabrück – Nachweis des Wirkens der Familie Twente aus den Urkunden .........................46 Die Steinwerke in Osnabrück............................................................................50 Die Spitalsbewegung im Mittelalter ..................................................................56 Die Hospitalgründung durch Johann Twente d. Älteren in Osnabrück ..............62 Der Spitalname – Ein Beitrag zur Kultur-, Liebes- und Familiengeschichte im Spätmittelalter .....73 Das spätere Schicksal des Hofhauses/Hospitals Twente in Urkunden ...............95 Der Vertrag von Ladbergen.............................................................................107 Auskünfte zu unseren Recherchen aus den Niederlanden................................122 Abschluss und Zusammenfassung...................................................................124 Johann Krafft – ein Nachfolger? .....................................................................128 Literaturverzeichnis ........................................................................................141 11 Twente und die lokale Geschichtsforschung – Eine Einleitung zur Familien- und Stadtgeschichte Es gibt so viel Geschichte. Geschichte befasst sich mit kleinen und großen Räumen, mit Zeitausschnitten und zeitlichen Kontinuitäten. Historiker und Nichthistoriker schreiben Geschichte. Sie beschäftigt sich mit Fürstenhäusern, mit Werken der Kunst, der Tech- nik. Es gibt eine Geschichte des Münzwesens und die Geschichte des Tabakanbaus im Elsaß. Geschichte ist, so von den Berg1, „was geschah im Zusammenhang der Zeiten“. Das sei in der Geschichte einer einzigen Stadt möglich, wenn sie genau und aus- führlich aus den Quellen geschrieben werde. Sie sei ebenso lehrreich wie die eines großen Landes und vielleicht noch lehrreicher, so J.G. Müller in seinen „Briefen über das Studium der Wissenschaften“. 2 Lokale Geschichte...

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