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Unternehmerinnen und Erfolg aus individueller und kontextueller Perspektive

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Kerstin Ettl

Das Themenfeld «Erfolg» ist ein gleichermaßen aktuelles, wie auch kontrovers diskutiertes Thema in der betriebswirtschaftlichen Forschung. Es wurde bislang nur selten unter geschlechtsspezifischen Blickpunkten betrachtet. Diese Arbeit befasst sich daher mit dem Erfolg von Unternehmerinnen auf Grundlage ihrer persönlichen und unternehmerischen Ziele und Motive. Ziel der Arbeit ist es, das individuelle Erfolgsverständnis der Unternehmerinnen zu analysieren und Muster unternehmerischen Verhaltens unter Berücksichtigung wichtiger Einflussfaktoren von Frauenselbständigkeit zu identifizieren. Diese Fragestellung wird theoretisch und empirisch beleuchtet. Der empirische Teil basiert auf einer qualitativen Befragung von Unternehmerinnen und Experten aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für zukünftige Unternehmerinnenforschung, -förderung und -beratung abgeleitet.

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B. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN 27

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27 B. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN Dieses Kapitel widmet sich der Darlegung der wissenschaftlichen Grundlagen für die sich anschließende empirische Untersuchung. Der theoretisch-konzeptionelle Rah- men dieser Arbeit stützt sich auf drei Säulen. Da der Begriff „(Unternehmens-)Erfolg“ im Zentrum dieser Arbeit steht, beschäftigt sich das erste Unterkapitel zunächst mit einer genaueren Betrachtung des Erfolgsbegriffs aus ökonomischer, gesellschaftli- cher und individueller Perspektive und einer anschließenden Aufarbeitung der bishe- rigen wissenschaftlichen Ergebnisse zu Unternehmerinnen und Unternehmenserfolg auf theoretischer und empirischer Basis. Anschließend wird Unternehmerinnentum aus individueller Perspektive betrachtet, indem unternehmerisches Verhalten und der Einfluss von Motiven und Zielen in den Fokus gerückt werden. Als drittes wird eine kontextuelle Komponente in die Betrachtung von Unternehmerinnentum in Form ver- schiedener Umfelder, in denen sich selbständig tätige Frauen bewegen, einbezogen. 1. Erfolg unter Einbezug genderspezifischer Aspekte 1.1. Erfolg im Allgemeinen Ursprünglich war mit dem Begriff „Erfolg“ der Verlauf bzw. das Erfolgen eines Ereig- nisses gemeint, egal ob dieser Verlauf positiv oder negativ zu werten war. Illustriert wird dies durch ein Zitat Goethes aus dem Jahre 1830, in dem es heißt: „[…] der ihm den ganzen Erfolg erzählte.“98 Im Lauf der Jahrhunderte wurde unter Erfolg immer mehr ein Resultat und nicht mehr länger der Verlauf eines Ereignisses verstanden – allerdings immer noch wertfrei, positiv wie negativ. Erst seit den Zeiten der Industria- lisierung ist Erfolg im Allgemeinen positiv belegt. Erfolg in diesem Sinne bedeutet, dass etwas „erfolgt“, dass gehandelt wird und dass sich die...

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