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«Und am Morgen Freude»

Die Texte unserer Gedanken und Empfindungen- 20 Thesen zur Textlinguistik nach Wilhelm von Humboldt am Beispiel von Psalm 4

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Karin Lange

Humboldts texttheoretischer Ansatz, dessen Einfluß auf die moderne (Text-)Linguistik größer ist als bisher wahrgenommen, wird im ersten Teil dieses Bandes erstmals zusammenhängend nachgewiesen. Einige der Gedanken Humboldts zu Sprache und Sprechen weisen über unseren heutigen Stand noch hinaus, z. B. seine Betonung emotiver Aspekte der Kommunikation. Der zweite Teil, ein Beitrag zur Psalmenexegese, veranschaulicht und vertieft die gewonnenen Thesen zur Textlinguistik anhand einer Interpretation von Psalm 4. Dabei überschneiden sich Literatur- und Sprachwissenschaft. Die interdisziplinäre Arbeit bietet einen gut verständlichen Einblick in Inhalte und Methoden beider Teilgebiete: der Textlinguistik wie der alttestamentlichen Exegese. Fast beiläufig und wie von selbst berühren die Untersuchungen den ethischen Aspekt von Sprache, etwa in der Frage: Inwieweit beeinflussen unsere Texte im Kopf unser Handeln?

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Inhalt

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Vorwort 11 1. Einleitung 13 Hören, Lesen und Verstehen der ‚Rede’ 13 Hermeneutisch oder empirisch? 14 „Mehr berühmt als gekannt”: Warum der Rekurs auf Humboldt? 16 Die linguistische Pragmatik und das Außersprachliche 17 Das sogenannte Weltwissen 19 Religion und Wissen 22 Verstehen oder „Lesen als”? 24 Bewahren und Vorwärtstreiben 25 „Nichts ist praktischer als Latein” 28 Die Autorfiktion 30 Das „theils Feste, theils Flüssige” der Sprache 31 Evokative Bedeutungen 38 2. „Hall und Gegenhall, Anrede und Erwiderung” 43 2.1 Wilhelm von Humboldt und der „Geist” der Sprache 43 Zur Rezeption Humboldts und zur These des einzelsprachlichen Determinismus a) Die Macht der Sprache oder die Gewalt des Sprechenden? b) Sprachstudium und Empirie: regionale, soziale, politische, religiöse Bedingungen der „wirklich vorhandenen Menschen”. Humboldts Sprachenkenntnis c) Kann mit jeder Sprache alles gesagt werden? Die „Sprache im Allgemeinen” im Medium der Texte - Humboldts erste Akademierede und die Linguistik des Textes 2.2 Die Grundlagen der Textlinguistik bei Wilhelm von Humboldt 60 2.2.1 Zur Entwicklung der Textlinguistik 60 Literarische oder Gebrauchstexte? Ansätze einer Textlinguistik in der antiken Rhetorik Zielsetzung heutiger Textlinguistik a) Die sprachsystematische und b) die kommunikationsorientierte Textlinguistik Der Text als kohärente Folge von Sätzen oder als komplexe sprachliche Handlung Textstruktur: grammatische und thematische Kohärenz Formen der Themenentfaltung Inhalt 6 2.2.2 Zum Begriff der Sprachhandlung 68 Der Sprechakt: Lokution, Illokution und Perlokution. Sprachhandlung vs. Äußerung Indirekte Sprachhandlungen und Bündelung von Sprachhandlungen Symmetrische und komplementäre Kommunikation - heute und nach Humboldt Textfunktion:...

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