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Ökonomik des Handels mit Umweltrechten

Umweltökonomische Grundlagen, Instrumente und Wirkungen – insbesondere in der EU

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Barbara Lueg

Die Menge an Treibhausgasemissionen ist in den letzten 150 Jahren stark gestiegen, wobei deutlich ist, dass die anthropogen verursachten Einflüsse eine wichtige Rolle spielen. Eine Annäherung an «die Umwelt» aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht zeigt u. a., dass durch das Auseinanderfallen der privaten und sozialen Kosten bei negativen externen Effekten umweltbelastende Güter in zu großem Maß eingesetzt werden. Es kommt auf diese Weise zu einer Fehlallokation am Markt. Aus theoretischer Sicht stehen mehrere Instrumente zur Verfügung, um externe Effekte zu internalisieren. In der Arbeit werden sieben dieser Instrumente ausgewählt und hinsichtlich ihrer ökologischen Effektivität und ökonomischen Effizienz überprüft. Das Instrument «Emissionshandel» erfüllt beide Kriterien. Diese Arbeit entwickelt ferner eine optimale Ausgestaltung des europäischen Emissionshandelssystems. Dabei werden neben rein theoretischen Überlegungen auch die politischen Seiten des Umweltschutzes beachtet.

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2. Ökologie und Ökonomie im Spannungsfeld 23

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2. Ökologie und Ökonomie im Spannungsfeld 2.1 Begriffsdefinitionen in der Literatur und Einordnung in die Analyse Zur Klärung der Frage, inwieweit Ökologie9 und Ökonomie10 im Konflikt zueinander stehen, ist es zunächst einmal sinnvoll, die beiden Begriffe getrennt voneinander zu definieren.11 So lässt sich beispielsweise „Ökonomik [...] – nach herrschender Meinung – als diejenige Sozialwis- senschaft definieren, die menschliches Handeln vor dem Hintergrund auftretender Knapp- heitsprobleme analysiert.“12 Die Bezeichnung Ökonomik stammt ca. aus dem 17. Jahrhun- dert und beinhaltete die Lehre von der Volkswirtschaft, die später mikroökonomisch fundiert wurde. Allerdings verwendeten zu dieser Zeit auch Philosophen den Begriff der Ökonomik. Der Begriff Ökologie wird häufig vor allem mit dem Begriff Umwelt gleichgesetzt, womit in diesem Zusammenhang meist das großräumige Ökosystem gemeint ist. Ekkehard von Knorring beschreibt „Umwelt als Gesamtheit aller Lebensbedingungen eines Lebewesens (Mensch, Tier oder Pflanze) in seinem Ökosystem“.13 Wobei „Ein natürliches oder naturnahes Ökosystem [...]. Unter von außen ungestörten Bedingungen bilden sich dabei bis zu einem gewissen Grad stabile, zur Selbstregulation befähigte Wirkungsgefüge heraus [...].“14 In der Literatur ist oft der Hinweis zu finden, dass Ökologie und Ökonomie im Span- nungsfeld zueinander stehen, da sie auf unterschiedliche Weisen funktionieren beziehungs- 9 Ökologie kommt von oikos aus dem griechischen und heißt „die Lehre vom Haushalt“ (der Natur). Der Begriff wurde von Ernst Haeckel 1866 eingeführt. Ernst Haeckel war ein deutscher Biologe und Anhänger des Darwinismus. Seine Definition des Begriffs Ökologie lautete: „Ökologie ist die Wis- senschaft...

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