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Ökonomik des Handels mit Umweltrechten

Umweltökonomische Grundlagen, Instrumente und Wirkungen – insbesondere in der EU

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Barbara Lueg

Die Menge an Treibhausgasemissionen ist in den letzten 150 Jahren stark gestiegen, wobei deutlich ist, dass die anthropogen verursachten Einflüsse eine wichtige Rolle spielen. Eine Annäherung an «die Umwelt» aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht zeigt u. a., dass durch das Auseinanderfallen der privaten und sozialen Kosten bei negativen externen Effekten umweltbelastende Güter in zu großem Maß eingesetzt werden. Es kommt auf diese Weise zu einer Fehlallokation am Markt. Aus theoretischer Sicht stehen mehrere Instrumente zur Verfügung, um externe Effekte zu internalisieren. In der Arbeit werden sieben dieser Instrumente ausgewählt und hinsichtlich ihrer ökologischen Effektivität und ökonomischen Effizienz überprüft. Das Instrument «Emissionshandel» erfüllt beide Kriterien. Diese Arbeit entwickelt ferner eine optimale Ausgestaltung des europäischen Emissionshandelssystems. Dabei werden neben rein theoretischen Überlegungen auch die politischen Seiten des Umweltschutzes beachtet.

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5. Das Emissionshandelsmodell – Theorie und Ausgestaltung 163

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5. Das Emissionshandelsmodell – Theorie und Ausgestaltung 5.1 Abgrenzung der Mengenlösung gegenüber der Preissteuerung Das Kapitel vier beschäftigte sich mit den relevanten Instrumenten zur Internalisierung externer Effekte der Umweltverschmutzung. Um im weiteren Verlauf der Arbeit die Probleme bei der Implementierung des EU-Emissionshandels darzustellen, ist es an dieser Stelle erforderlich, sich mit dem theoretischen Konzept des Instrumentes Emissionshandel vertraut zu machen. Daher sollen zunächst noch einmal die beiden meist diskutierten ökonomischen Instrumente zur Internalisierung externer Effekte gegenüber gestellt werden. Es geht darum, die Unterschiede dieser beiden Ansätze deutlich zu machen: zum einen die Preislösung und hier insbesondere die Pigou-Steuer und zum anderen die Mengenlösung. In Abschnitt 4.2.8 ist bereits erläutert wor- den, dass beim Emissionshandel die Mengenlösung im Zentrum steht. Beide Instrumente, sowohl die Pigou-Steuer als auch der Emissionshandel, beruhen auf dem „Verursacherprinzip“. Beim Betrachten der verschiedenen möglichen Preislösungen ist zu erwähnen, dass es sich bei- spielsweise bei der Subventionslösung (Abschnitt 4.2.7.3) um eine Kombination des Verursa- cher- und Vorsorgeprinzips handelt. Das reine Verursacherprinzip ist ein Ex-post Prinzip, mit dem die Kosten von Schäden zugeteilt werden. Eine Ausnahme bildet die Subventionslösung. Damit Schäden gar nicht erst entstehen, werden bei diesem Instrument Subventionen gezahlt (hier wird Ex-ante eine Vorsorge getroffen). Bei der Pigou-Lösung hingegen trägt der Verursa- cher die Kosten für sein umweltschädliches Verhalten. Im weiteren Verlauf wird unter der Preis- lösung nur die Pigou-Lösung beziehungsweise der Preis-Standard-Ansatz betrachtet. Die...

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