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Fehler-Korrektur

Lehrer- und lernerbezogene Untersuchungen zur Fehlerdidaktik im Englischunterricht der Sekundarstufe II

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Markus Bohnensteffen

Bei diesem Buch handelt es sich um eine interdisziplinär angelegte Arbeit mit fremdsprachendidaktischem Schwerpunkt, die Theorie und Praxis eng miteinander verbindet und den aktuellen Forschungsstand zum Thema Fehlerkorrektur, relevante Forschungsschwerpunkte im Zusammenhang mit der Fehlerkorrektur und die Einschätzung von Schülern und Lehrern in Bezug auf die aktuelle Korrekturpraxis im Englischunterricht der Sekundarstufe II untersucht. Gegenstand und Zielsetzung dieser empirischen Untersuchung (Befragung von 1000 Schülern und 166 Englischlehrern) ist es, unter Berücksichtigung aktueller sprachenpolitischer und fachdidaktischer Diskussionen, den Ist-Stand in Bezug auf die Fehlerdidaktik im Englischunterricht der Sekundarstufe II zu ermitteln und daraus mögliche Konsequenzen für den Englischunterricht zu beschreiben.

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4. Fehlerkorrektur im Englischunterricht 53

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4. Fehlerkorrektur im Englischunterricht Nicht zuletzt durch die Ergebnisse der diversen internationalen Vergleichs- studien (z. B. DESI, PISA oder TIMS) (Klein 2008; Beck/Klieme 2007; Deut- sches Pisa-Konsortium 2001) ist das Gesamtsystem Schule in Deutschland stark in die Diskussion geraten. Eine immer lauter werdende Kritik am bundesdeut- schen Bildungssystem hat auch vor den Leistungen des Fremdsprachenunter- richts nicht haltgemacht. So sieht Bleyhl (2000) Defizite fremdsprachlichen Lernens (z. B. Systematisierung des fremdsprachlichen Lernens, Formalisierung des Fremdsprachenunterrichts, Vernachlässigung der eigentlichen Funktionalität von Fremdsprachenunterricht) durch Prozesse wie Globalisierung und Europäi- sierung (vgl. Einleitung) begründet. Bereits weit vor der Veröffentlichung der Ergebnisse stand Bliesener (1995) den Leistungen des Fremdsprachenunterrichts kritisch gegenüber, die sich seiner Auffassung nach in der Literaturlastigkeit des Oberstufenunterrichts, einer Vernachlässigung des internationalen Zusammen- hangs im Hinblick auf die Anforderungen an den zukünftigen europäischen Bür- ger, in einer fehlenden Verzahnung schulischen und außerschulischen Fremd- sprachenunterrichts, der Länge der Lehrgangsdauer und einer fehlenden Flexibi- lität in Bezug auf die Bedürfnisse der Lernenden zusammenfassen lassen. Mit Bezug auf die Fehlerdidaktik kritisiert Zydatiß (2002:12) „historisch gewachsene Fehlentwicklungen“, zu denen er „die einfallslose Fehlerzählerei, die Scheinob- jektivität sach- und weltfremder Prüfungsanforderungen und die abbilddidaktisch reduzierte Form der Textarbeit der Oberstufe auf die rein philologisch motivierte Textaufgabe“ zählt. Der Sprache kommt – vereinfacht ausgedrückt – die Funktion zu, Menschen verschiedenster Herkunft miteinander zu verbinden. Der hier implizierte Aspekt der Befähigung zu internationaler Kommunikation (vgl. Abschnitt 5.2) lässt den...

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