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Hans Loewe: Friedrich Thiersch. Ein Humanistenleben im Rahmen der Geistesgeschichte seiner Zeit - Friedrich Thiersch: Reisebriefe aus Griechenland

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Edited By Evangelos Konstantinou, Konstandinos Maras and Heinrich Scholler

Als profilierter Kulturpolitiker reformierte Friedrich Thiersch das bayerische Bildungswesen. Seit 1825 setzte Thiersch sich intensiv für die Unterstützung des griechischen Freiheitskampfes ein und spornte durch umfangreiche Publikationen die bayerischen, aber auch deutschen Philhellenen zum Einsatz für Griechenland an. Er erreichte auch, dass Otto, der zweite Sohn König Ludwig I., König von Griechenland wurde. Durch die Ermordung des Regenten Kapodistrias geriet er auch in einen politischen Konflikt mit der bayerischen Regierung. Seine Reisebriefe aus Griechenland geben einen hervorragenden Eindruck des unermüdlichen Einsatzes des Philhellenen. Die historische Biographie Thierschs ist der zweite Band einer Gesamtbiographie von Professor Hans Loewe.

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Hans Loewe

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11 Vorwort zu Hans Loewes „Friedrich Thiersch, ein Humanistenleben, Bd. 2“ Hans Loewes biographisches Werk mit dem Titel „Friedrich Thiersch, ein Humanistenleben“ steht zwischen den beiden anderen Biographien, nämlich der von Heinrich Thiersch1, dem ältesten Sohn Friedrich Thierschs, und der biogra- phischen Darstellung von Hans Martin Kirchner2, die ungefähr 100 Jahre nach der ersten Biographie veröffentlicht wurde und aus einer historischen Disserta- tion bei Franz Schnabel3, dem Münchner Historiker an der Ludwig-Maximi- lians-Universität, hervorging. Alle drei Biographen behandeln gleichzeitig auch in engerer oder weiterer Verbindung mit der historischen Person, die Gegen- stand der Darstellung ist, die griechische Befreiungsgeschichte. Der erste Biograph Heinrich Thiersch hat dazu auch noch eine Geschichte des griechischen Freiheitskampfes geschrieben: „Griechenlands Schicksale vom Anfang des Befreiungskriegs bis auf die gegenwärtige Krisis“ (1863). Der Stil der Darstellungen bei Loewe wie auch bei Kirchner unterscheidet sich von dem biographischen Stil, den der Sohn Heinrich Thiersch mit großer Meisterschaft angewandt hat, indem er aus der umfangreichen Korrespondenz wichtige Briefe zum Abdruck bringt. Dadurch erhält man den Eindruck eines vielstimmigen Chores, der die Vergangenheit in sehr kräftigen Tönen vorstellt. So erreicht auch der Biograph eine Methode, die Friedrich Thiersch selbst entwickelte und in seiner Schilderung der italienischen Reise beschrieb4. An die Stelle eines Ta- gebuches traten bei ihm Notizen, die für einen Außenstehenden schwer lesbar, dem Autor aber selbst erlaubten, das Erlebte immer dann in Briefform, vor al- lem an seine Frau, ausführlich zu beschreiben, um dadurch eine...

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