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Elisabeth von Thüringen und die neue Frömmigkeit in Europa

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Edited By C. Bertelsmeier-Kierst

Anläßlich des 800. Geburtstages der heiligen Elisabeth von Thüringen wurde 2007 in Marburg ein wissenschaftliches Symposion durchgeführt, das Elisabeths karitatives Wirken in den Kontext der großen religiösen Bewegungen jener Zeit stellte. Die Subjektivierung der Frömmigkeit, die von den großen Reformorden ausging, erfasste um 1200 nachhaltig auch die Laiengesellschaft. Vor allem Frauen drängten nach Teilhabe am religiösen Leben und strebten eine möglichst radikale Nachfolge Christi an. Ergriffen vom neuen Ideal der Armut und Askese waren sie bereit, ihre bisherigen sozialen Bindungen aufzugeben und ihre Vorstellung eines christlichen Lebens in karitativer Fürsorge oder – in Abkehr von der Welt – in strenger Klausur und mystischer Selbstsorge zu verwirklichen. Diese neue Spiritualität aus der Sicht verschiedener Fächer – der Theologie, der Geschichts- und Literaturwissenschaften, der Kunstgeschichte wie der Musikwissenschaft – sichtbar zu machen, war Ziel des Symposions, dessen Beiträge in diesem Band erscheinen.

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Vorwort V

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Vorwort Der vorliegende Band enthält die Mehrzahl der Beiträge des wissenschaft- lichen Symposions ,Elisabeth von Thüringen und die neue Frömmigkeit in Europa`, das anlässlich des 800. Geburtstages der Heiligen vom 16. bis 19. Mai 2007 in Marburg stattfand. Im Gegensatz zu den breit gefächerten landes-, kultur- und medizinge- schichtlichen Programmen der beiden Landesausstellungen in Hessen und Thüringen setzte sich das Marburger Symposion zum Ziel, das karitative Wirken Elisabeths in den Kontext der großen religiösen Bewegungen dieser Zeit zu stellen. Die Subjektivierung der Frömmigkeit, die von der Erneue- rungsbewegung der großen Reformorden, insbesondere den Zisterziensern im 12. und den neuen Bettelorden im 13. Jahrhundert ausging, erfasste nachhaltig auch die Laiengesellschaft. Vor allem Frauen drängten nach Teilhabe am religiösen Leben und strebten eine möglichst radikale Nach- folge Christi an. Ergriffen vom neuen Ideal der Armut und Askese waren sie bereit, ihre bisherigen sozialen Bindungen aufzugeben und ihre Vorstellung eines christlichen Lebens in karitativer Fürsorge oder - in Abkehr von der Welt - in strenger Klausur und mystischer Selbstsorge zu verwirklichen. Die sechzehn Beiträge, die in diesem Band vereinigt sind, versuchen aus der Sicht verschiedener Fächer - der Theologie, der Geschichts- und Lite- raturwissenschaften, der Kunstgeschichte sowie der Musikwissenschaft - diese neue Spiritualität sichtbar zu machen. Während sich der erste Beitrag von Christa Bertelsmeier-Kierst (Marburg) allgemein mit der Entstehung und Entwicklung der religiösen Frauenbewegung im 12. und 13. Jahrhun- dert beschäftigt, stellt...

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