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Die Geschichte und Entwicklung der Europäischen Union

Unter besonderer Berücksichtigung des Weges Österreichs in die Europäische Union- Eine dokumentierte Analyse

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Sophia Marschner

Wie wurde es möglich, dass Österreich, ein neutraler Staat, der zum Zeitpunkt der Gründung der Montanunion noch als «verhindertes Gründungsmitglied» galt, schließlich 1995 doch noch seinen Weg in die Europäische Union fand? In dieser Arbeit wird anhand einer parallelen Darstellung der Geschichte und Entwicklung der Europäischen Union, von der Gründung der Montanunion 1950 bis zur Union in der heute bekannten Gestalt, und dem Weg der Republik Österreich vom Außenstehenden in die Union, gezeigt, wie sich Europa in den letzten 60 Jahren entwickelte. Die zwei gescheiterten österreichischen Beitrittsgesuche der 60er Jahre, die zunehmende Verflechtung Österreichs mit der Europäischen Gemeinschaft/Union durch Verträge und Abkommen werden ebenso betrachtet wie die sich immer mehr beschleunigende Vertiefung der Gemeinschaft hin zu einer politischen Union und die Erweiterung der Gemeinschaft/Union auf heute 27 Mitglieder.

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Die Entwicklung der europäischen Integration im 20. Jahrhundert 21

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Die Entwicklung der europäischen Integration im 20. Jahrhundert 22 23 2. Das Zeitalter der Integration 2.1 Die Gründung der Montanunion Die Ausgangssituation 1950 Am Nachmittag des 9. Mai 1950 stellte der französische Außenminister Robert Schuman der Öffentlichkeit ein Projekt vor, das das Gesicht Europas verändern sollte. Es ging um den Aufbau des vom Krieg zerstörten Europas, um eine Zu- sammenarbeit der ehemaligen Erbfeinde Frankreich und Deutschland, und es ging um eine Zukunft, die fortan gemeinsam gestaltet werden sollte, um so ein bleibendes Werk des Friedens in Europa zu schaffen. Damit ging das als Schuman-Plan in die Geschichte eingegangene Dokument weiter, als es die Außenminister Großbritanniens und der USA erwartet hatten, als sie ihren französischen Kollegen um die Ausarbeitung eines Konzepts über die Wiedereingliederung des besiegten Deutschlands in Westeuropa gebeten hat- ten. Seit Mai 1949 gestaltete die Bundesrepublik Deutschland zumindest ihre In- nenpolitik wieder selbst. Außenpolitische Fragen verhandelte die Alliierte Hohe Kommission. Eine endgültige Lösung der deutschen – und auch der österreichi- schen – Frage wurde von den Alliierten jedoch weiterhin verschleppt. Die BRD drohte dadurch zu einem Machtvakuum inmitten Europas zu werden. Während des Krieges gegen den gemeinsamen Feind Deutschland hatte die Anti-Hitler-Koalition aus West-Alliierten und Sowjetunion ihre weltanschauli- chen und politischen Gegensätze vorübergehend hintangestellt. Doch schon bei der Konferenz von Jalta im Februar 1945 traten diese wieder offen zutage. 1947 leitete die Truman-Doktrin eine neue Ära der amerikanischen Politik ein: Freiheit gegen Totalitarismus. Die USA erhoben...

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