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Schreiben in Unterrichtswerken

Eine qualitative Studie über die Modellierung der Textsorte Bericht in ausgewählten Unterrichtswerken sowie den Einsatz im Unterricht

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Henriette Hoppe

Die wissenschaftliche Untersuchung ausgewählter Deutschunterrichtswerke hat zum einen die Benutzer der Schulbücher im Blick. Auf der Grundlage von Experteninterviews können verschiedene Muster im Umgang mit einem Deutschbuch unterschieden werden. Zum anderen liegt der Fokus auf den Schulbüchern selbst. Mithilfe eines Analyserasters kann dargestellt werden, inwiefern sich Strömungen der schreibdidaktischen Diskussion in Unterrichtswerken der 90er Jahre niederschlagen. Neben der Untersuchung von Anlage und Aufbau einiger ausgewählter Deutschbücher für das Gymnasium wird bei der Analyse des Teillernbereichs Schreiben besonderes Augenmerk auf die Modellierung der Textsorte Bericht gelegt.

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Einleitung 12

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Einleitung Trotz des Einzugs der neuen Medien in die Schulen kann dem Medium Schul- buch seine stetige Bedeutung nicht abgesprochen werden. Im Gegenteil: Ein Blick ins Internet, auf die Vielfalt des Angebots von Seiten der Verlage oder auf die Umsätze einschlägiger Bildungsmessen zeigt, dass der Schulbuchmarkt boomt. Auf der anderen Seite wissen weder Wissenschaftler1 noch Schulbuch- macher oder die Urheber von Online-Materialien genau, wie von den Unter- richtsmaterialien im Schulalltag Gebrauch gemacht wird. Gleichwohl wurden in der Schulbuchforschung bislang erstaunlich wenige Untersuchungen darüber angestellt, wie Schulbücher tatsächlich im Unterricht eingesetzt werden und ob die Stärken des Mediums bei seiner Verwendung auch wirklich zum Tragen kommen. Gerade in einer Zeit, in der in der Folge von PISA und der Festschreibung von Bildungsstandards die Erarbeitung von neuen Unterrichtswerken unter ganz an- deren Vorzeichen geschieht, ist es notwendig, zunächst das Bestehende zu ana- lysieren. Allerdings ist der Gegenstand Schulbuch an sich von der Forschung bislang ver- nachlässigt worden. Dafür lassen sich verschiedene Erklärungen anführen, unter anderem der besondere Entstehungszusammenhang, dem dieses Medium – im Gegensatz zu beispielsweise Online-Materialien – unterliegt. Aber selbst wenn man von den Entstehungszusammenhängen absieht und nur den Gegenstand be- trachtet, ist es ein hoher Aufwand, einzelne Komplexe des Mediums Schulbuch isoliert zu betrachten und trennscharfe Aussagen über bestimmte konstitutive Elemente wie beispielsweise Texte, Aufgaben oder Bilder zu formulieren, da das Zusammenspiel der einzelnen Bestandteile ebenfalls berücksichtigt werden muss. In dem Bereich der Gesellschaftswissenschaften, in dem quantitativ die meisten...

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