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Duale Studiengänge als Instrument der Nachwuchssicherung Hochqualifizierter

Sylvia Purz

Vor dem Hintergrund eines viel diskutierten Wettbewerbs um Hochqualifizierte fokussiert diese Arbeit die Thematik der Sicherung hochqualifizierter Nachwuchskräfte für leitende und professionelle Tätigkeiten in Unternehmen mittels dualer Studiengänge. In diesem Zusammenhang fragt die Autorin in ihrer Arbeit zum einen nach den Motiven und Wirkungen der beteiligten Kooperationsunternehmen und dual Studierenden. Zum anderen betrachtet sie die Vor- und Nachteile des dualen Studiums als Instrument der Nachwuchssicherung sowie die Besonderheiten des Rekrutierungsprozesses von der Suche nach dual Studierenden bis hin zur Einstellung von dualen Absolventen. Diesen Anliegen geht die Verfasserin anhand einer qualitativen Erhebung nach, die in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Bayern durchgeführt worden ist.

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Teil A: Diskussion gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, theoretischer Ansätze und Vorstellung dualer Studiengänge 7

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Teil A: Diskussion gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, theoretischer Ansätze und Vorstellung dualer Studiengänge 2 Zum Stellenwert Hochqualifizierter in modernen Gesell- schaften In diesem Kapitel wird die gesellschaftliche Relevanz Hochqualifizierter in einen theoretischen Rahmen eingebettet und im Hinblick auf den wachsenden Wettbewerb um diese Zielgruppe diskutiert. Eine Fokussierung auf Hochqualifizierte setzt zunächst eine Klärung der verwendeten Begrifflichkeiten voraus. Aus diesem Grund wird in Abschnitt 2.1 eine Erläuterung der Termini „Hochqualifizierte“ und „hochqualifizierte Nach- wuchskräfte“ vorgenommen. Theoretische Arbeiten, die den Stellenwert Hochqualifizierter betonen, wer- den in Abschnitt 2.2 vorgestellt. Dabei wird zum einen auf die Pionierarbeit der Humankapitaltheorie zurückgegriffen. Ein hoher Humankapitalbestand gilt aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive als Schlüsselfaktor für eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung und für das Bestehen im internationalen Wettbe- werb. Zum anderen werden theoretische Arbeiten vorgestellt, die den Wandel moderner Gesellschaften in eine Wissensgesellschaft beschreiben. Neben einem Rückgriff auf klassische Arbeit werden bedeutende Vertreter des Wissensgesell- schaftsdiskurses seit den 1960er Jahren dargelegt. Dabei wird ersichtlich, dass die Wissensarbeit, welche vor allem in hochqualifizierten Tätigkeiten repräsen- tiert ist, eine immer größere Aufmerksamkeit erfährt. Abschnitt 2.3 befasst sich mit dem stark diskutierten „Wettbewerb um Hoch- qualifizierte“. Dabei soll zuerst geklärt werden, was unter diesem verstanden wird und was ihn auszeichnet. Anschließend werden verschiedene Ursachen, die den Wettbewerb ausgelöst, verschärft und manifestiert haben, mit Bezug auf die Bundesrepublik vorgestellt. Dabei handelt es sich um die weltweite Zunahme des Innovationstempos, die These einer zu geringen bzw. falschen Studiernei-...

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