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Weibliches Unternehmertum in der Informations- und Kommunikationsindustrie

Geschlechtsspezifische Hemmnisse und Probleme bei Gründung und Etablierung von Unternehmen

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Nicolas Metz

Seit Anfang der 1990er Jahre ist eine Zunahme bei den Unternehmensgründungen durch Frauen zu erkennen. Diese Entwicklung weckte vor allem auf beschäftigungs- und wirtschaftspolitischer Seite hohe Erwartungen und stellte eine neue Herausforderung für Politik und Forschung dar. Im Rahmen einer empirischen Befragung von Mitarbeiter/innen und Unternehmer/innen der Multimediabranche versucht die Arbeit, die Kenntnislücken über die geschlechtsspezifischen Hemmnisse und Probleme von Frauen bei Gründung und Etablierung von Unternehmen in der Informations- und Kommunikationsindustrie zu verringern. Im Ergebnis kommt die Untersuchung zu einer kritischen Distanz gegenüber geschlechtsspezifischen Stereotypen, wie sie vor allem die öffentliche Meinung (re)produziert. Durch den engen Bezug zu einer Branche sind die gewonnenen Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit zudem nicht nur von wissenschaftlichem, sondern auch von politischem und wirtschaftspolitischem Interesse.

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V. Struktur und Befunde der empirischen Mitarbeiter/innen undUnternehmer/Innen-Befragung 129

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V. Struktur und Befunde der empirischen Mitarbeiter/Innen und Unternehmer/Innen-Befragung 1. Struktur der Untersuchungsgruppen Um eine valide und nachvollziehbare Interpretation der Untersuchungsergebnisse vornehmen zu können, ist es notwendig, die wesentlichen Strukturdaten der jeweiligen befragten Gruppen zu kennen. Dies ist besonders wichtig, wenn es sich dabei um nichtrepräsentative Befragungen handelt. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zwei Befragungen durchgeführt. Zum einen wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von in der Multimediaindustrie tätigen Unternehmen befragt, mit welchen Hemmnissen sie bei der Gründung von Unternehmen rechnen. Zum anderen wurden in der Multimediaindustrie tätige Unternehmerinnen und Unter- nehmer nach deren Problemen in der Gründungsphase sowie in der Etablie- rungsphase ihres Unternehmens befragt. Diese Vorgehensweise erlaubt es, die erwarteten Gründungshemmnisse von (noch) nicht Unternehmer/Innen mit den tatsächlich in der Gründungsphase aufgetretenen Problemen zu vergleichen. 1.1 Strukturdaten der Mitarbeiterbefragung 1.1.1 Alter, Familienstand und Zahl der Kinder Die Stichprobe umfasst insgesamt 161 Personen. Es wurden 80 Männer und 81 Frauen befragt. In Tabelle 1 werden die Altersverteilung und der Familienstand dargestellt. Rund 26% der befragten Personen waren unter 29 Jahre alt, 50% zwischen 30 und 39 Jahren, 19% zwischen 40 und 49 und 5% 50 Jahre und älter. Drei Viertel der befragten Personen waren damit unter 40 Jahren. Dieses Ergebnis verwundert nicht, da es sich bei der Multimediaindustrie um eine noch sehr junge Branche handelt. Betrachtet man die Altersverteilung nach Geschlecht, so ist festzustellen, dass bei den befragten Mitarbeiterinnen die gleiche Schwerpunkt- verteilung wie bei den befragten Mitarbeitern vorliegt. Bei...

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