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«Subjects of Aspiration»

Untersuchung von diskursiven Prozessen neoliberaler Regierung in einer postfeministischen Frauenzeitschrift

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Kati Kauppinen

Neoliberalismus ist zweifellos eines der einflussreichsten gesellschaftspolitischen Phänomene unserer Zeit. In Anlehnung an Michel Foucault betrachtet die Studie ihn als eine Rationalität der Menschenführung bzw. der Regierung, die ultimativ auf die Ökonomisierung des Sozialen zielt. Diesen Ansatz kombiniert die Studie mit linguistisch orientierter Diskursforschung, um diskursive Prozesse neoliberaler Regierung im Kontext der gegenwärtigen postfeministischen Medienkultur am Beispiel der deutschen Ausgabe der Frauenzeitschrift Cosmopolitan zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser facettenreichen Analyse deuten auf eine weitaus wichtigere politische Bedeutung des Mediums Frauenzeitschrift hin, als ihm die bisherige, weitgehend auf geschlechts- und konsumideologische Aspekte fokussierte Forschung beigemessen hat.

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3 Die diskurstheoretischen und methodologischen Grundlagen der Arbeit 47

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47 3 Die diskurstheoretischen und methodologi- schen Grundlagen der Arbeit Nach der Konzeptualisierung des Phänomens Neoliberalismus in Anlehnung an Foucault als eine Gouvernementalität und einem Überblick über den Stand der diesbezüglichen Forschung bewegt sich der Fokus der Betrachtung im vorlie- genden Kapitel auf das Feld der Diskursforschung. Im Rahmen der ersten fünf Unterkapitel wird zunächst auf die diskurstheoretischen Grundlagen der Arbeit eingegangen. Im sechsten Unterkapitel wird der sich auf Aspekte aus dem nexusanalytischen Ansatz stützende theoretisch-methodologische Rahmen der Studie, und darauf bauend, im siebten die Auffassung von dem Begriff Kontext vorgestellt. Die Betrachtung beginnt mit einer Verortung der vorliegenden Ar- beit im Feld der Diskursforschung. 3.1 Orientierungen in Diskursanalyse Der Begriff Diskurs erweist sich heute als ebenso vieldeutig wie allgegenwärtig. Anwendung findet er sowohl in den Sprachwissenschaften als auch in der Sozio- logie und der Politikwissenschaft, in cultural studies und der Pädagogik.25 Fol- gerichtig formen Ansätze, die sich als Diskursanalyse bezeichnen, ein außeror- dentlich heterogenes Feld mit unterschiedlichen theoretischen, methodologi- schen und analytischen Herangehensweisen. Historisch gesehen lassen sich zwei breite Entwicklungslinien der Diskurs- analyse unterscheiden: Die eine liegt im Feld der Sprachwissenschaften, die an- dere im Bereich der Sozialwissenschaften. Gemäß diesen Entwicklungslinien lässt sich von zwei unterschiedlichen Ansätzen, einem linguistischen und einem soziologischen Ansatz, sprechen (vgl. Pietikäinen 2000, 56–65). Im Bereich des linguistisch orientierten Ansatzes unterscheidet Schiffrin fer- ner zwei paradigmatische Herangehensweisen: eine strukturalistische, in deren Perspektive Diskursanalyse ‚Analyse der Sprache jenseits der Satzgrenzen‘ be- deutet,...

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