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Prävention von Rückenbeschwerden in der stationären Krankenpflege

Evaluation eines Beratungsangebots

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Claudia Voelker

Rückenbeschwerden verantworten einen Großteil der Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung und der dadurch entstehenden Kosten. Da die Krankenpflege eine besonders betroffene Gruppe ist, bietet die zuständige Berufsgenossenschaft ein Beratungsangebot zur Prävention von Rückenbeschwerden an. Dieses Angebot wurde retrospektiv evaluiert, wozu die Berater sowie die Projektleiter der teilnehmenden Kliniken mittels leitfadengestützter Interviews befragt wurden. Abzüglich methodischer Limitierungen zeigte sich, dass mit der Etablierung eines Projektmanagements und der Einführung verschiedener Maßnahmen die Beratungsziele erreicht wurden. Während die Ergebniskontrolle eine Schwachstelle bildete, bestätigte sich insgesamt gesehen das Konzept, Präventionsmaßnahmen über ein Projektmanagement einzuführen.

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3. Ergebnisse der Interventionsforschung zur Prävention von Rückenbeschwerden 75

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75 3. Ergebnisse der Interventionsforschung zur Prävention von Rückenbeschwerden Mehrere Autorengruppen haben die Studien zur Wirksamkeit von Präventions- maßnahmen für Rückenbeschwerden hinsichtlich ihrer methodischen Qualität und inhaltlichen Ziele gesichtet und die Ergebnisse zu Richtlinien oder guidelines zusammengefasst (Burton et al., 2006; Lühmann et al., 2003; Lühmann, Burk- hard-Hammer, Stoll & Raspe, 2006; Waddell & Burton, 2001). Allen Übersichts- arbeiten dieser Art liegen systematische elektronische Datenbankrecherchen nach bestimmten Ein- und Ausschlusskriterien zugrunde. Inzwischen existieren Richtlinien zur Primär- bzw. Sekundärprävention von Rückenschmerzen in der Allgemeinbevölkerung sowie in der Arbeitswelt auf nationaler und internationa- ler Ebene. Die Europäische Kommission hat im Jahr 1999 um Kim Burton die Arbeitsgruppe COST B 13 eingesetzt („Low back pain: guidelines for its manage- ment“), die im Jahr 2006 Richtlinien zur Prävention von Rückenbeschwerden und Empfehlungen für die „general“ und die „working population“ herausgab (Burton et al., 2006) und als Konsensus aller europäischen Staaten gelten. Gleichzeitig ha- ben verschiedene europäische Länder eigene Richtlinien erlassen, die den euro- päischen zwar ähneln, aber national spezifische Effekte und Ressourcen berück- sichtigen und somit das Ergebnis des nationalen Konsensus darstellen. Entgegen anderen Ländern wurden für Deutschland keine englischsprachigen Leitlinien, wie die „occupational health guidelines for the Management of LPB at work“ für Großbritannien (Waddell & Burton, 2001) publiziert, so dass deutsche Leitlinien im internationalen Vergleich nicht zitiert werden (Staal et al., 2003). Indessen entstand eine Expertise zur Pr...

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