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Prävention von Rückenbeschwerden in der stationären Krankenpflege

Evaluation eines Beratungsangebots

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Claudia Voelker

Rückenbeschwerden verantworten einen Großteil der Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung und der dadurch entstehenden Kosten. Da die Krankenpflege eine besonders betroffene Gruppe ist, bietet die zuständige Berufsgenossenschaft ein Beratungsangebot zur Prävention von Rückenbeschwerden an. Dieses Angebot wurde retrospektiv evaluiert, wozu die Berater sowie die Projektleiter der teilnehmenden Kliniken mittels leitfadengestützter Interviews befragt wurden. Abzüglich methodischer Limitierungen zeigte sich, dass mit der Etablierung eines Projektmanagements und der Einführung verschiedener Maßnahmen die Beratungsziele erreicht wurden. Während die Ergebniskontrolle eine Schwachstelle bildete, bestätigte sich insgesamt gesehen das Konzept, Präventionsmaßnahmen über ein Projektmanagement einzuführen.

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12. Zusammenfassung 317

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317 12. Zusammenfassung Prävention und Gesundheitsförderung gewinnen vor dem Hintergrund des ver- änderten Krankheitsspektrums und des demografischen Wandels in der Gesell- schaft mit einem wachsenden Anteil von chronisch- degenerativen Leiden zu- nehmend an Bedeutung. Insbesondere Rückenschmerzen gelten durch die hohen gefundenen Prävalenzraten inzwischen als „Volkskrankheit“. Gemeinsam mit wirbelsäulenbedingten Erkrankungen bilden sie eine der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit, Berentung und entsprechende Folgekosten. Im Hinblick da- rauf kommt der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) eine besondere Rol- le zu, und die Verantwortung der Akteure steigt, da die Maßnahmen innerhalb des Betriebes setting- und zielgruppenspezifisch erfolgen können. Vor diesem Hintergrund verpflichtet der Gesetzgeber die Träger gesetzlicher Krankenkassen und Unfallversicherungen, Maßnahmen zur BGF durchzuführen, und deren Ak- tivitäten sind in den letzten Jahren entsprechend gestiegen. Im Zuge dessen hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) eine Beratung zur „Prävention von Rückenbeschwerden in der stationären Kran- kenpflege“ entwickelt und durchgeführt, das im Rahmen dieser Arbeit evaluiert werden sollte. Die durch die BGW versicherten Mitarbeiter in der Krankenpfle- ge bilden eine von Rückenbeschwerden besonders betroffene Gruppe. Dies ist nicht zuletzt auf die multiplen Risikofaktoren zurückzuführen, die im Zusam- menhang mit Rückenbeschwerden gefunden wurden und sich in der quantitativen wie qualitativen Arbeitsbelastung des Pflegealltags wiederfinden. Ein weiterer Erklärungsansatz für die hohe Prävalenz in dieser Berufsgruppe bildet der hohe Frauenanteil und das steigende Alter der Beschäftigten. Hinzu kommen schweres Heben und Tragen, organisatorische...

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