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AfrikaBilder im Wandel?

Quellen, Kontinuitäten, Wirkungen und Brüche

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Edited By Jessica Breidbach, Manuel Aßner, Abdel-Amine Mohammed, David Schommer and Katja Voss

Woran denken Sie, wenn Sie sich Afrika vorstellen? Tauchen vielleicht stereotype Bilder vor Ihrem inneren Auge auf: Afrika, der Kontinent der Krisen, Krankheiten und Katastrophen; der Fernwehfantasien, wilden Tiere und weiten Landschaften? Dieser Sammelband geht AfrikaBildern auf die Spur, fragt nach ihren Quellen und Wirkungen, sucht ihre Kontinuitäten und Brüche, entlarvt sie als gedankliche und soziale Konstrukte, die diskursiv Machtwirkungen ausüben. Die Beiträge beschäftigen sich multi- und interdisziplinär mit Kolonialismus und Antikolonialismus sowie AfrikaBildern in Medien, Tourismus, Kunst, Literatur, Bildung, Pädagogik, Ökonomie und Politik. Ziel ist die Dekonstruktion einseitiger AfrikaBilder und damit Wandel realer Herrschaftsverhältnissen, Denk- und Redeweisen.

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MIND THE GAP! – BILDUNGSLÜCKE AFRIKA?(Bildung und Pädagogik)

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MIND THE GAP! – BILDUNGSLÜCKE AFRIKA? (Bildung und Pädagogik) Wege zur Dekonstruktion von AfrikaBildern im Bildungsalltag deutscher Kindertagesstätten Friederike Lorenz „Zu Gast in Afrika“ (Titel einer Bremer Projektwoche für Kindertagesstätten (Kita), 2005), „Aus Büchern erfuhren wir, wie die Menschen in Afrika leben, wie sie aussehen, was für Sachen sie tragen“ (Aus dem Projektbericht einer Kita, Mecklenburg-Vorpommern, 2006) oder „Zum Ende der Woche bestimmte afri- kanischer Rhythmus beim Singen und Trommeln den Tagesablauf“ (Bericht zum Fest „Trommeln für Afrika“ einer Kita in Nordrhein-Westfalen, 2010). Diese Auswahl von Zitaten zu „Afrika-Wochen“ oder „Afrika-Projekten“ in deutschen Kitas aus den letzten sechs Jahren ließe sich weiter fortführen. Deutlich wird: ‚Afrika‘ ist und bleibt ein Motiv, das Erzieher_innen, Einrich- tungsleitungen und Eltern regelmäßig zum Einbringen in den Alltag von Kitas einzuladen scheint. Warum gerade die „Afrika-Woche“ den Status des allseits beliebten und an- scheinend jederzeit einsetzbaren Projektes innehat, lässt sich mit verschiedenen Motiven erklären: Ein möglicher Antrieb kann der Wunsch sein, das interkultu- relle Profil der Kita zu stärken und die eigene Weltoffenheit zu demonstrieren. Weiter scheint sich durch derartige Aktivitäten neben der Auseinandersetzung mit einer anderen ‚Kultur‘ (die als Kulturalisierung umgesetzt wird) die Chance zu bieten, Toleranz und soziale Kompetenzen der Kinder zu fördern (was schnell als paternalistisches Hilfeverständnis vermittelt wird). Außerdem exis- tieren für „Afrika-Projekte in Kitas“ eine Fülle an Materialien wie Bilderbücher, Liedertexte und auch die von den Erwachsenen erwarteten...

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