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Kommentare

Interdisziplinäre Perspektiven auf eine wissenschaftliche Praxis

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Edited By Thomas Wabel and Michael Weichenhan

Texte, die zu den geistigen Grundlagen einer Gesellschaft gehören, mögen heute nicht mehr oft gelesen werden, aber sie werden kommentiert. Längst scheint es, als sei der Kommentar an die Stelle des Textes getreten. Kommentierung gehört zur Grundlage geisteswissenschaftlichen Arbeitens. Die Beiträge dieses Bandes reflektieren die eigene wissenschaftliche Praxis des Kommentierens aus der Sicht von Theologie, Philosophie, Rechtswissenschaft und Religionswissenschaft. Die interdisziplinäre Verständigung über diese Praxis gibt zugleich Hinweise auf die gesellschaftlichen und kulturellen Vollzüge, in denen sich Kommentierung als Aktualisierung fundierender Texte ereignet.

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Vorwort 7

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Vorwort Texte, die – wie die Bibel oder das Grundgesetz – zu den geistigen GrundlageneinerGesellschaftgehören,mögenheutenichtmehroftge lesenwerden, aber siewerden kommentiert. Ein guterKommentar er möglicht es, den kommentierten Text so gut zu verstehen, dass kein Kommentarmehr benötigtwird undmacht sich so idealerweise selbst überflüssig.DemwidersprichtjedochdieschiereMengeanKommentar literatur. KommentierunggehörtzurGrundlagegeisteswissenschaftlichenArbei tens. Wer geisteswissenschaftlich arbeitet, kommentiert selbst bereits kommentierte Texte, setzt sichmit bestimmten (selbst bereits klassisch gewordenen)Kommentarenauseinander, reflektiertdie eigeneArtdie ser Kommentierung an alternativen Formen. Längst scheint es, als sei derKommentar andie Stelle desTextes getreten.Der interdisziplinäre Diskurszwischenexegetischen,historischen,systematischenundreligi onshermeneutischen Zugängen kann Hinweise auf diejenigen gesell schaftlichenundkulturellenVollzügegeben,indenensichKommentie rungalsAktualisierungfundierenderTexteereignet. DieeigenewissenschaftlichePraxisdesKommentierenszureflektieren, die im Verfassen und Edieren von bzw. der Auseinandersetzung mit Kommentarenbesteht,wardasZieleinervondenbeidenHerausgebern initiiertenVortragsreihe an der Theologischen Fakultät derHumboldt UniversitätzuBerlin.VondereigenenwissenschaftlichenPraxisgingen dieAutorinnenundAutorenaus,nichtvoneinerTheoriedesKommen tars. InsofernbietetderBandFallstudien,keinekulturwissenschaftliche Synthese. VielenhabendieHerausgeberzudanken:DenAutorinnenundAutoren, aberauchalldenen,die inDiskussionenderenPerspektivenbereichert haben.PDDr.ThomasHenne,LL.M.dankenwir fürvielfacheErmuti gungundhilfreicheErfahrungenausdemvon ihm im Januar2006am MaxPlanckInstitut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt/Main durchgeführteninterdisziplinärenProjektzum„KommentaralsMedium 8Vorwort derKommunikationüberRecht“.AnnikaHildebrandundLydiaPenzel habendieTyposkriptemitUmsicht,SorgfaltundGeschickdennotwen digen Korrekturen unterzogen, wofür die Herausgeber ihnen herzlich danken.EinbesondererDankgiltProf.Dr.RainerKampling(FreieUni versitätBerlin),dessenfreundlichesInteressediePublikationinderRei heApeliotesallererstmöglichgemachthat. LanggönsCleeberg/Berlin,imJuni2011 ThomasWabel,MichaelWeichenhan

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