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Sprache und Kultur im Spiegel der Rezension

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 29.9. bis 1.10.2010 in Vaasa

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Edited By Mariann Skog-Södersved, Christoph Parry and Michael Szurawitzki

Die Rezension stellt aus literatur- und kulturwissenschaftlicher wie auch aus linguistischer Sicht ein vielseitiges Forschungsfeld dar. Auch wenn sie nur über Werke der Literatur und der verwandten Künste informieren will, reflektiert die Rezension mit ihren Wertungen und Argumentationen die Werte und Prioritäten der Gesellschaft. Als konventionalisierte Textsorte geben Rezensionen über sprachliche Mechanismen gesellschaftlichen Handelns und, dank ihrer grundsätzlichen Vergleichbarkeit, über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Kulturen Aufschluss. Dieser Band versammelt ausgewählte Beiträge einer Tagung in Vaasa 2010, die einen interdisziplinären und transnationalen Zugang zum Phänomen der Rezension suchte.

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Jiřina Malá: Die Textsorte Filmrezension in der deutschen und tschechischen Presse. Ein textstilistischer Vergleich

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Jiřina Malá Die Textsorte Filmrezension in der deutschen und tschechischen Presse Ein textstilistischer Vergleich Im vorliegenden Beitrag1 werden zwei deutsche und eine tschechische Film- rezension kontrastiv textstilistisch untersucht. Es wird von einer umfangrei- cheren Studie ausgegangen, die sich den pragmatischen, textlinguistischen (im Sinne von textkonstituierenden) sowie textstilistischen Aspekten der Textsorte Filmrezension in engerem (Filmkritik) sowie weiterem Sinne (Filmessay, Film- berichterstattung) widmet. Nach kurzen theoretischen Überlegungen zur Textstilistik und Textsortensti- listik werden die Möglichkeiten des methodischen Herangehens an die Film- Texte erörtert. Anschließend wird auf zwei konkrete Film-Texte aus den deut- schen Print- sowie Online-Medien (Der Spiegel, SPIEGEL ONLINE) und eine tschechische Filmrezension (DNES) zum US-amerikanischen Film „Avatar“ des Regisseurs James Cameron eingegangen. 1 Textstilistik und stilistische Textanalyse In den neueren germanistischen Werken zur Linguostilistik nach 2000, die an die text- und pragmalinguistisch orientierten Stilforschungen seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts anknüpfen, kommen die Stilforscher zum allge- meinen Konsens, dass die Stilistik sich in wesentlichen Bereichen als eine text- linguistische Disziplin begreift und dass textlinguistische Analysen hinsichtlich des Begriffs- und Methodenapparats daher häufig auch Stilanalysen sind (vgl. Michel 2001, 22). Über das Verhältnis von Text und Stil hat man jedoch seit der Etablierung der Textlinguistik eine lange Diskussion geführt. Der Stilistik wurde dann die Aufgabe überlassen, das WIE, also die Formulierungsebene des Textes zu er- mitteln. Nach Fix (2007b, 446) hat die Textlinguistik das WIE möglicherweise deshalb nicht ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit gestellt, weil sich Beobach- tungen zum Stil eines Textes...

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