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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Imitativ – produktiv – simulativ: zu Rolle und Status der (sprachlichen) Zeichen in Neuen Medien. Marek Cieszkowski

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Imitativ – produktiv – simulativ: zu Rolle und Status der (sprachlichen) Zeichen in Neuen Medien Marek Cieszkowski (Bydgoszcz) Im folgenden Beitrag handelt es sich um (sprachliche) Zeichen, die in der Zeit der Neuen Medien in Simulationsspiele hineingezogen werden und simulative Dis- kursbereiche entstehen lassen. An dieser Stelle greife ich in Anlehnung an Baudril- lard das Theorem der verschwindenden Realität auf, in dem der Begriff der Simula- tion in den Mittelpunkt der Reflexion gestellt wird und mit dem referentielle Verlu- ste verschiedener Zeichensysteme in Beziehung gesetzt werden. Um diese Tatsache explanieren zu können, werde ich kritisch auf die Simulationstheorie und ihre Grundkategorien eingehen. Bei Baudrillard kommt es offenbar zum Perspektivenwechsel in der Weltbe- trachtung und -deutung. Auch wenn es angenommen wird, dass wir in einer Welt von Zeichen leben, so kommt den Zeichen eine ganz besondere Rolle zu; die Zei- chen treten an die Stelle der uns seit Jahrtausenden vertrauten Realität, durch seine Allgegenwärtigkeit und Interaktivität lösen sie feste referentielle Bindungen auf und büßen ihre Repräsentationsfunktion ein, schränken die Möglichkeiten der Be- zeichnung ein und stellen mit anderen Zeichen multidimensionale Relationen her. Dadurch versperren sie den Zugang zur sinnlichen Wahrnehmung der Welt. Neue Medien als Beispiele für die Anwendung moderner Technologien machen von Zei- chen Gebrauch und treten als systembegründende Instanzen auf, indem sie dem Spruch von McLuhan The medium is the message einen neuen, von ihm nicht erdachten Sinn geben. Mit diesem nur prozedural skizzierten Modell der Kommunikation lassen sich...

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