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Translationswissenschaftlicher Nachwuchs forscht

IATI-Beiträge II

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Edited By Lew Zybatow and Michael Ustaszewski

Die IATI (International Academy for Translation and Interpreting), gegründet 2003 als Nachfolgeorganisation der CUITI-Akademie, bietet mit ihren Sommerschulen «SummerTrans» unter dem Motto «Translationstheorie trifft Translationspraxis» ein Aus- und Fortbildungsprogramm zu Themen und Berufsprofilen, die in den universitären Studienprogrammen kaum eine Rolle spielen, in der Praxis aber stark nachgefragt sind, wie multimediales und literarisches Übersetzen, Filmsynchronisation und Untertitelung, Softwarelokalisierung, Website-Translation, moderne Translationstechnologien u. a. Außerdem richtet jede SummerTrans eine PhD-School aus, zu der DoktorandInnen und HabilitandInnen vor Vertretern der Internationalen Scientific Community und den anwesenden ProfessorInnen ihre wissenschaftlichen Projekte vor- und zur Diskussion stellen. Der Band enthält 13 Beiträge der PhD-School zur SummerTrans IV, die im Juli 2011 in Wrocław (Polen) stattgefunden hat.

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RECHTSÜBERSETZUNG IN MODERNEN RECHTSORDNUNGEN UND KULTUREN: HERAUSFORDERUNGEN BEI DER DEUTSCH-UKRAINISCHEN ÜBERMITTLUNGRECHTLICHER INHALTE: Olena Shabliy, Nationale Taras-Schewtschenko-Universität Kiew (Ukraine)

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RECHTSÜBERSETZUNG IN MODERNEN RECHTSORDNUNGEN UND KULTUREN: HERAUSFORDERUNGEN BEI DER DEUTSCH-UKRAINISCHEN ÜBERMITTLUNG RECHTLICHER INHALTE Olena Shabliy, Nationale Taras-Schewtschenko-Universität Kiew (Ukraine) 1. Einleitung Bekanntlich gilt das Recht als eines der am meisten kulturspezifischen Bezugs- felder der Fachübersetzung (siehe dazu u.a. Weisflog 1996; Sandrini 1996; 1999; 2002; 2009; Wiesmann 2004). In der juristischen Fachliteratur wird dazu die These vertreten, dass es bei der Übersetzung von juristischen Inhalten immer um einen Transfer zwischen unikalen Rechtsordnungen und -kulturen geht, die zwar doktrinell bestimmte Universalien anstreben (z.B. den Vorrang der Grundrechte und -freiheiten etc.), deren praktische Umsetzung (v.a. die Gesetzgebung) sich aber als Angelegenheit einzelner Staaten nie hundertprozentig decken kann (sie- he schon bei Feuerbach 1853, 381; heute insbes. bei Rüthers / Fischer 2010). Außerdem spiegeln sich in jedem nationalen Rechtssystem Phänomene wie Mo- ral, kaufmännische und sonstige Sitten und Bräuche, politisch-ideologische Merkmale, moderne gesellschaftliche Ausprägungen sowie der herrschende Rechtsgedanke wider. So sollen beispielsweise zentrale Rechtsbegriffe wie Recht, Gerechtigkeit, Billigkeit, Rechtmäßigkeit etc. nicht nur als Konzepte der jeweiligen Rechtsdoktrin, sondern auch als Kulturgüter verstanden werden (Shabliy 2011a; 2011b). Der Vergleichbarkeit bzw. Übersetzbarkeit einzelner Rechtsbegriffe widmet sich der Großteil der modernen Fachliteratur zur Rechts- übersetzung (u.a. Sandrini 1996; 2009; Groot 2000; Šarčevič 1985; 1991), wäh- rend größere Problembereiche wie juristische Methodenlehre in der Rechtsüber- setzung (im Folgenden RÜ), Funktionen der RÜ im Rechtsverkehr bzw. Auswir- kungen der Verzerrung der Rechtsinhalte auf die Rechtspraxis und schließlich die Rolle der RÜ in...

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