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Zwischen Moschee und Gesellschaft

Imame in Österreich

Edited By Ednan Aslan

Obwohl die Geschichte des Islam in Österreich viel weiter zurückreicht als die Geschichte der muslimischen Migration nach Österreich, rufen Muslime und ihre religiöse Präsenz nach wie vor kontroverse Diskussionen hervor. Dabei rücken vor allem Imame ins Zentrum der Debatte – als jene Kräfte, die, so die Behauptung, mit ihrer Ablehnung der westlichen Grundwerte der Isolation der Muslime Vorschub leisten und dergestalt eine Gefahr für den sozialen Frieden darstellen. Glaubt man diversen Berichten, bilden Imame und Moscheen jedenfalls den Nährboden für ein gefährliches Religionsverständnis. Wer sind nun diese Imame? Worin besteht eigentlich ihre Tätigkeit? Wird ihr Einfluss überschätzt oder sind sie tatsächlich eine Gefahr für die Gesellschaft und ein Hindernis für die Integration der Muslime?

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Mutayip Sarioglu: Die Koranschulen im 10. Wiener Bezirk

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147 Mutayip Sarioglu Die Koranschulen Wie sind die Koranschulen zustande gekommen? Nachdem Muhammad Prophet geworden war, hat er aus dem Koran viele Aya (Verse) bezogen. Der Erzengel Gabriel (Friede sei mit ihm) hat ihm diese Aya persönlich vorgetragen und den Propheten angehal- ten, sie zu wiederholen. Damit die Ayet nicht geändert oder vergessen würden, ließ sie unser Prophet auf Leder ritzen. Einige Sahaba (Ge- fährten des Propheten) lernten die überlieferten Aya. Das heißt also, dass das Auswendiglernen des Korans in der Zeit des Propheten ent- stand (Arikan, 1998, 47). Mit der Zeit breitete sich der Islam in Mek- ka aus und gewann eine immer großere Zahl von Anhängern. Die Verbreitung des Islam störte die Ungläubigen in Mekka, und so be- gannen sie, die Muslime zu verfolgen und ihnen großes Leid zuzufü- gen. Angesichts der Verfolgung durch die Ungläubigen bekamen die Muslime von Gott die Erlaubnis zur Hidschra (die Auswanderung von Mekka nach Medina im Jahre 622). Die Ersten, die an verschiedene Orte auswanderten, waren die Sahaba. Als Letzter wanderte unser Pro- phet mit Abu Bekir nach Medina. Das Volk in Medina war sehr barm- herzig gegenüber den Muslimen und dem Propheten. Folglich wurde der Islam auch in ganz Medina verbreitet. Später breitete sich der Is- lam auch außerhalb von Mekka und Medina aus (Arikan, 1998, 76). Damit die Muslime den Islam besser kennenlernen konnten, errich- Koranschulen im 10. Wiener Bezirk 148 Mutayip Sarioglu tete unser...

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