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Zwischen Moschee und Gesellschaft

Imame in Österreich

Edited By Ednan Aslan

Obwohl die Geschichte des Islam in Österreich viel weiter zurückreicht als die Geschichte der muslimischen Migration nach Österreich, rufen Muslime und ihre religiöse Präsenz nach wie vor kontroverse Diskussionen hervor. Dabei rücken vor allem Imame ins Zentrum der Debatte – als jene Kräfte, die, so die Behauptung, mit ihrer Ablehnung der westlichen Grundwerte der Isolation der Muslime Vorschub leisten und dergestalt eine Gefahr für den sozialen Frieden darstellen. Glaubt man diversen Berichten, bilden Imame und Moscheen jedenfalls den Nährboden für ein gefährliches Religionsverständnis. Wer sind nun diese Imame? Worin besteht eigentlich ihre Tätigkeit? Wird ihr Einfluss überschätzt oder sind sie tatsächlich eine Gefahr für die Gesellschaft und ein Hindernis für die Integration der Muslime?

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Nadima Aslan: Bessere Integration der muslimischen Jugendlichen durch konfessionelle Islamschulen?

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181 Nadima Aslan Bessere Integration der muslimischen Jugendlichen durch konfessionelle Islamschulen? Integration in Österreich Integration ist nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa ein sehr brisantes Thema. Immer wieder stellt sich die Frage, welche Be- mühungen für eine bessere Integration unternommen werden kön- nen. Letztendlich führt der Weg immer wieder zurück zu den Schu- len als dem wichtigsten Hoffnungsträger, durch den die SchülerInnen die österreichischen Werte und demokratisches Bewusstsein vermit- telt bekommen. So einfach die Erklärung auch sein mag, so schwierig gestaltet sich jedoch die Umsetzung. Viele dieser SchülerInnen kommen aus El- ternhäusern, in denen nach einer anderen Kultur und anderen so- zialen Werten gelebt wird. Dieses Spannungsverhältnis zwischen El- ternhaus und Schule bleibt für Schüler und Schülerinnen nicht ohne Folgen. Bei nicht wenigen kommt es zur Herausbildung einer Art ge- spaltener Persönlichkeit, zwischen deren zwei Seiten sie im Alltag jonglieren müssen. Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund sind an Lehrinstitutionen mit verschiedenen Problemen konfrontiert. Diese 182 Probleme sind sehr vielseitig und erscheinen bisweilen schier unlös- bar. Es ist vor allem die Frage der Zugehörigkeit, mit der Kinder mit Migrationshintergrund als Teil ihrer Selbstfindung beschäftigt sind. Viele Kinder und auch Jugendliche sehen sich alltäglichen Vorurtei- len und der Diskriminierung seitens der MitbürgerInnen ausgesetzt. Einige Migrantenkinder mögen aus bildungsfernen und nahe an der Armutsgrenze lebenden Familien stammen. Aber nicht wenige ha- ben den Wunsch, sich als Teil...

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