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Bilingualer Geschichtsunterricht

Theorie, Praxis, Perspektiven

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Elke Müller-Schneck

Bilingualer Unterricht (BU) findet zunehmend Verbreitung in Deutschland. Die Qualität der bilingualen Sachfächer, zu denen u.a. das Fach Geschichte zählt, steht bei Befürwortern und Gegnern des BU im Zentrum der Auseinandersetzung. Welche Chancen bzw. Probleme bietet BU für bilingual unterrichtete Sachfächer? Welche Inhalte, Methoden und Unterrichtsmaterialien eignen sich besonders? Wie werden sprachliche Probleme gelöst? Wann sollte die Muttersprache bzw. die Fremdsprache verwendet werden? Wie sind Leistungen zu bewerten und zu zertifizieren? Die Arbeit greift u.a. diese Fragen auf. Es wurden Lehrkräfte aller Schulformen und Schulen in Nordrhein-Westfalen befragt, an denen systematischer deutsch-englischer Geschichtsunterricht erteilt wird. Ein umfassender Überblick über Modelle und Stand des bilingualen (Geschichts-)Unterrichts in NRW konnte so entwickelt werden. Neben den empirischen Befunden wurden interdisziplinäre Forschungsergebnisse der Bezugsdisziplinen berücksichtigt sowie notwendige erkenntnis-, lerntheoretische und didaktische Grundlagen definiert. Die Studie richtet sich daher besonders an Lehrer, Schulleiter, Unterrichtsplaner, Studierende und Wissenschaftler.

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6. Ergebnisse der Studie und Perspektiven

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Im folgenden und letzten Kapitel dieser Arbeit sollen nicht nur die gewonnenen Erkenntnisse in geraffter Form präsentiert werden. Zugleich gilt es, zu verdeut- lichen, welche Fortschritte mit Blick auf die aktuelle Forschungsdiskussion er- zielt werden konnten. 6.1. Der Ertrag der Studie für die gegenwärtige Forschung In der vorliegenden Untersuchung wurden mithilfe von Fragebögen Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen (Gymnasien, Gesamtschulen und Realschulen) und Schulen in Nordrhein-Westfalen befragt, an denen zum Zeitpunkt der Erhe- bung systematisch deutsch-englischer bGU entweder in bilingualen Zweigen oder in bilingualen Lerngruppen erteilt wurde. Otten und Wildhage formulierten 2003 die Forderung: „Wenn bilingualer Unterricht den Eindruck vermeiden will, dass das fachliche Lernen zu Gunsten des Spracherwerbs instrumentalisiert wird, muss er Antworten auch auf die Fra- ge nach dem Zugewinn für das Sachfach geben können. Er muss über die Ak- zentuierung des interkulturellen Lernens ein eigenständiges inhaltliches Profil ausformen“ (21). In der vorliegenden Untersuchung konnten diesbezüglich ge- winnbringende Einsichten und Ansätze für das bilinguale Sachfach Geschichte gewonnen werden. Diese gilt es, zukünftig durch weitere empirische Untersu- chungen weiterzuführen. Die Daten sind u.a. aufgrund der hohen Rücklaufquote, die mit 76% weit über dem Durchschnitt anderer Fragebogenerhebungen liegt, als aussage- kräftig einzustufen. Die hohe Rücklaufquote kann zudem als Indiz dafür gewer- tet werden, dass die überwiegende Mehrheit der beteiligten Lehrkräfte hohes Interesse für den Gegenstand der Arbeit hat, und sich vermutlich bemüht haben dürfte, die Fragen umfassend und korrekt zu...

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