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Das Konzept der idealen Metropole in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin

Majken Bieniok

Im Zuge der Globalisierung ändern sich die vielfältigen urbanen Lebensbedingungen kontinuierlich, wodurch der Bedarf an sinnvollen Entwicklungskonzepten für Städte und besonders Metropolen verstärkt wird. Stadtentwicklungskonzepte sind jedoch häufig von wirtschaftlichen Interessen und theoretischen Modellen geprägt. Sie laufen daher Gefahr, an den realen Bedürfnissen der Bewohner vorbei zu gehen. Ziel dieser Untersuchung ist es, einen Beitrag für eine bedürfnisorientierte Stadtentwicklung und somit auch zur Vorbeugung negativer individueller und sozialer Entwicklungstendenzen zu leisten. Hauptziel der Arbeit ist die Identifikation der erwünschten und unerwünschten Entwicklungstendenzen einer Metropole, indem Metropolenmerkmale, lebensraumbezogene Bedürfnisse, deren Zusammenhang sowie die Relevanz von Metropolenmerkmalen für Berliner Stadtplaner bestimmt werden.

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4. Das Konzept Metropole und seine Merkmale

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Die erste Untersuchungsserie umfasst vier voneinander getrennt durchgeführte Untersuchungen, die das Ziel haben, das Konzept Metropole zu bestimmen. Dies wird erreicht, indem relevante Merkmale gesammelt und strukturiert wer- den, Merkmalseigenschaften explizit bewertet werden und auf behavioraler so- wie physiologischer Ebene Merkmalseigenschaften differenziert werden. 4.1. Sammlung von Metropolenmerkmalen Es folgt die Darstellung der Fragestellung und Hypothesen, des Aufbaus und der Ergebnisse der Untersuchung 1. 4.1.1. Ableitung der Fragestellung und Hypothese Ziel der ersten Untersuchung ist die Identifikation der relevanten Merkmale ei- ner Metropole. Nach Hoffmann (1986) und van der Meer und Klix (2003) kön- nen Konzeptmerkmale verschieden Eigenschaften besitzen. Hierzu zählen sen- sorische Merkmale (entsprechen der spezifischen Reaktion eines Sinnessys- tems), Beziehungsmerkmale (repräsentieren die Beziehung des Objektes zu an- deren, z.B. hierarchisch und kontextuell), Verhaltensmerkmale (repräsentieren die verhaltenssteuernde Information), Merkmale der emotionalen Bewertung und Sprachmerkmale. Barsalou (1992, 1993) betont besonders die sensorische Komponente von Merkmalen. Zudem wird eine Kontext- bzw. Situationsabhän- gigkeit oder Zielgerichtetheit der Merkmalsaktivierung angenommen (siehe auch Kap. 2.3.). In den bisherigen Untersuchungen zu diesem Thema wurde eine Sammlung von solchen Metropolenmerkmalen erstellt und verwendet (Beyer et al., 2005; Bieniok, 2006; Bieniok et al., 2008; Reichmayr & Türke, 2005). Allerdings konnte schon durch Bieniok (2006) gezeigt werden, dass die verwendeten Listen noch unvollständig waren. In der kulturell übergreifenden Internetuntersuchung (Bieniok, 2006) wurden 20 bisher noch nicht beachtete, jedoch relevante Metro- polenmerkmale identifiziert (siehe auch Kap. 2.5.). Die Frage nach noch nicht benannten Metropolenmerkmalen befand sich im verwendeten Fragebogen an letzter Position, sodass...

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