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Fit für Arbeitsvermittlung, Beratung und Integration

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Edited By Franz Egle and Hermann Genz

Mit der im Jahr 2011 für die gemeinsamen Einrichtungen von Arbeitsagenturen und Kommunen/Landkreise neu geschaffenen Organisationsform der Jobcenter und der verbindlichen Erhöhung der Zahl der optierenden Kommunen steigt die Eigenständigkeit, aber auch die Eigenverantwortung der SGB II-Träger. Resultat dieser Reform ist, dass längst überfällige Qualifizierungsprozesse der Mitarbeiter mit einer systematischen Aus- und Fortbildung in Angriff genommen werden müssen, um den Bedarf an qualitativ hochwertiger Fallmanagementtätigkeit und Vermittlungsarbeit decken zu können. Bisher jedoch fehlen geregelte Zugangsvoraussetzung oder verbindliche Aus- und Fortbildungen in Deutschland. In diesem Buch haben zahlreiche Experten aus Theorie und Praxis ihre Kenntnisse zusammengetragen und bieten wissenschaftliche sowie praxisbasierte Grundlagen zu den Themenfeldern Beratungskompetenz, systematisches Integrationsmanagement, Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten und der Steuerung von Integrationsprozessen.
Das Lehrbuch und auch in besonderer Form der FIBAA-zertifizierte Weiterbildungsstudiengang «Integrationsmanagement im System Arbeit» an der Hochschule der Wirtschaft für Management leisten einen wirkungsvollen Beitrag, diese qualifikatorische Lücke bei der Beratungs-, Integrations- und Steuerungskompetenz im System Arbeit zu schließen.

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Thomas Braun: Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX) – Grundlagen im Kontext des SGB II

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Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX) – Grundlagen im Kontext des SGB II Thomas Braun 1. Begriffe 1.1 Krankheit Krankheit ist die Störung der Funktion eines Organs, der Psyche oder des ge- samten Organismus. Die normale Funktion ergibt sich aus der Regelhaftigkeit der Lebensvorgänge. Ihre Beurteilung durch Menschen weist eine Abhängigkeit zu deren Normvorstellung auf. Was normal ist, hängt nicht zuletzt von der De- finition des Begriffs „Norm“ ab. Man unterscheidet verschiedene Normbegriffe: „Idealnorm“, „therapeutische Norm“, „statistische Norm“, „diagnostische Norm“, „biologische/physiologische Norm“ und „soziologische Norm“. Die Normbegrif- fe stehen auch in Beziehung zu der Kultur und Epoche. So war Fettleibigkeit in der Renaissance ein Statussymbol, heutzutage wird sie allgemein als krankhaft betrachtet. Die systematische Einteilung von Krankheit wird als Nosologie (Krankheits- lehre) bezeichnet. Eine an den bekannten oder vermuteten Ursachen orientier- te Einteilung ist die in  Erbkrankheiten (durch Vererbung verursacht),  Infektionskrankheiten (durch Infektionen verursacht),  Kinderkrankheiten,  Unfälle und Verletzungen (durch Außeneinwirkung verursacht),  Vergiftungen, Verätzungen, Verbrennungen,  degenerative Erkrankungen,  Autoimmunerkrankungen (das Immunsystem bekämpft gesunde Zellen),  Tumorerkrankungen (Zellen entarten und wachsen unkontrolliert),  Iatogene Erkrankungen (durch Behandlung verursacht),  psychische Erkrankungen,  soziale Erkrankungen - Zivilisationskrankheiten (falsche Ernährung, Bewegungsmangel u.a.), - Mangelerkrankungen. Die Bezeichnung der Krankheiten, die Abgrenzung einzelner Krankheitsbilder (Entitäten) gegeneinander und die Systematik der Krankheiten sind ständigem Wandel unterworfen. Die Internationale statistische Klassifikation der Krank- heiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, engl.: International Statisti- 520 Thomas Braun cal Classification of Diseases and Related Health Problems) ist das wichtigste, weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Medizin. Es wird...

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